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St. Petersburg/Moskau (AR). Nun beginnt die Eishockey-A-WM in Russland. Die Hausherren konnten in den letzten zehn Jahren viermal den WM-Titel holen. Auf heimischen Eis... Für die Sbornaja zählt nur der WM-Titel
Alexander Radulov - © by EH-Mag. (VC)

Alexander Radulov – © by EH-Mag. (VC)

St. Petersburg/Moskau (AR). Nun beginnt die Eishockey-A-WM in Russland. Die Hausherren konnten in den letzten zehn Jahren viermal den WM-Titel holen. Auf heimischen Eis gab es zuletzt vor neun Jahren „nur“ den dritten Rang. Die Sbornaja möchte sich revanchieren, und das soll am liebsten gegen Kanada der Fall sein. Gegen die Ahornblätter gab es im vorigem Jahr eine böse 1:6-Finalschlappe.

Für eine nicht gerade gute Stimmung im russischen Team sorgte die Abreise von Radulov. Er flog in die USA, um über seine denkbare NHL-Rückkehr zu verhandeln. Seine Kollegen blieben erstaunt zurück. Trotz der eigensinnigen Aktion wurde der Spieler begnadigt. Außerdem berichteten russische Medien über einen lahmen Verkauf von Eintrittskarten.

Die Sbornaja hofft auf die Goldmedaille. Alles andere wäre eine mittlere bzw. große Katastrophe. Man möchte auch die Schmach von Sotschi gut machen. Bei den Olympischen Winterspielen vor heimischer Kulisse setzte es im Viertelfinale eine 1:3-Niederlage gegen Finnland. Der Traum von Edelmetall im Zeichen der fünf Ringe war schneller ausgeträumt, als es manchem Spieler lieb war.
Außerdem geht es der russischen Wirtschaft nicht so gut. „Schuld daran“ sind sowohl die westlichen Sanktionen wegen des Ukrainekonflikts als auch der niedrige Ölpreis. Trotzdem wollen die Russen das Nationalgefühl ihrer Landsleute stärken. Vor Kurzem gab es noch einen Dopingskandal. Bei der Nachwuchs-WM in den USA wurden die U17-Akteure geschickt, da man bei vielen „um ein Jahr älteren“ Kollegen das Dopingmittel Meldonium entdeckte.

Der Ruf der Sportgroßmacht hat höchstwahrscheinlich, zwei Jahre vor der Fußball-WM, einen nicht mehr gutzumachenden Kratzer bekommen. Daher wäre ein Finaleinzug der Sbornaja fast schon Pflicht, ein Sieg aus russischer Sicht die Krönung.

Redaktion

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