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Graz (AR). Der Eishockeytrainer Doug Mason ist ein bunter Hund in der europäischen Puckszene. Er hat Mannschaften in Italien, der Schweiz, Deutschland und in... Graz 99ers-Head Coach Doug Mason im Gespräch: „Auch heuer wollen wir im Überzahlspiel erfolgreich sein!“

Doug Mason – © Sportfoto-Sale (DR)

Graz (AR). Der Eishockeytrainer Doug Mason ist ein bunter Hund in der europäischen Puckszene. Er hat Mannschaften in Italien, der Schweiz, Deutschland und in Österreich trainiert.

 

Derzeit betreut er die 99ers aus Graz. Wir sprachen mit ihm über seine Laufbahn, die Integration des zu fördernden Nachwuchses in die Kampfmannschaft, ein effektives Powerplay als Gradmesser des Erfolgs und vieles mehr.

Herr Mason, seit Dezember 2016 stehen Sie bei den 99ers aus Graz an der Bande. Können Sie uns sich ein bisschen vorstellen und dabei Ihre Karriere als Head Coach ein wenig einfließen lassen?

Meine Trainerkarriere hat 1988 in Holland begonnen. Ich habe dort zwei, drei Jahre gearbeitet. Auch war ich ein Jahr lang im Juniorenbereich in Kanada im Einsatz. Die weiteren Stationen führten mich in die Schweiz, nach Italien, nach Deutschland und nach Österreich. So habe ich vor meinem Engagement in der Steiermark u. a. die Kollektive aus Utrecht, Asiago, Augsburg, Krefeld, Zug, Mannheim und Klagenfurt betreut.

Was können Sie über die Transferpolitik des steirischen Klubs sagen und würden Sie den Satz unterstreichen, dass Ihr Kollektiv in dieser Saison zu den Geheimfavoriten zählt, wenn es um den EBEL-Titel 2019/20 geht?

Wir haben mit Joakim Hillding einen Superverantwortlichen gefunden, der sowohl in der Defensive als auch in der Offensive beide Arten des Eishockeys spielen kann. Er zeigt den notwendigen Biss, den es braucht, um Verantwortung zu haben. Das ist auch der Grund, weshalb wir uns für ihn entschieden haben. Sebastian Collberg ist sehr schnell und schießt viele Tore. Er verfügt über eine sehr gute Schusshand und ich glaube, dass er für uns erfolgreich sein wird. Trevor Hamilton kann kämpfen wie kein anderer. Es ist ein Mann, der alles für die Mannschaft macht und sich voll ins Zeug legt. Er füllt eine Lücke, die wir schließen wollten. Dann haben wir den Tormann Cristopher Nihlstorp. Nach dem Halbfinal-Aus in der letzten Saison gegen Klagenfurt haben wir uns gedacht, dass wir einen starken Schlussmann brauchen, um Meister zu werden. Das ist keine Beleidigung gegen Robin Rahm; er hat eine stabile und solide Saison gespielt. Aber um den nächsten Schritt zu setzen, benötigen wir einen Torwart mit einem höheren Niveau.

Geheimfavorit? Ich weiß nicht, was andere über uns denken. Aber ich hoffe, dass wir ein Favorit sind. Ich möchte immer einen Schritt weiter kommen. Wir haben etwas Schönes aufgebaut. Wir sind auf dem richtigen Weg, doch es gibt sechs, sieben andere Kandidaten, die auch zum Favoritenkreis gehören.

Warum ist die Integration vieler junger und entschlossener österreichischer Spieler in das Team unerlässlich und mittel- bis langfristig der Schlüssel zum Erfolg? Kann man sagen, dass die 99ers eine Top-Adresse in puncto Jugendarbeit darstellen?

Wir arbeiten sehr gerne mit jungen Spielern zusammen. Ich habe zum Beispiel vor zwei Jahren mit Philipp Lindner gesprochen, damit er nach Graz wechselt. Er sagte mir, dass er noch für ein Jahr bei den Haien in Innsbruck bleiben will. Zudem habe ich ihn nicht vergessen und nach der letzten Spielzeit noch einmal angerufen. Dabei zeigte er sich überrascht, dass ich an ihn dachte. Er ist ein bissiger Verteidiger, der alles tut, um besser zu werden. Allgemein ist es für einen Head Coach einfacher, mit Spielern zu arbeiten, die gerne besser werden.

In der letzten Saison überzeugte Ihre Mannschaft im Powerplay. Wie effizient muss man im Überzahlspiel agieren, auch wenn dieses bloß einen kleinen Anteil des ganzen Spiel darstellt?

Powerplay ist sehr wichtig. Es gehört für mich zu den wichtigsten Bestandteilen des Eishockeyspiels. Auch in dieser Saison möchte ich mit der Mannschaft hart daran arbeiten, sodass wir versuchen werden, im Überzahlspiel weiterhin erfolgreich zu sein.

Was machen Sie, wenn Sie einmal nicht an die Eisfläche, Schlittschuhe und den Puck denken? Welche Werte leben Sie vor, nach denen es sich auszahlt, zu kämpfen? Und warum ist Eishockey nicht das Allerwichtigste im Leben?

Abseits vom Eishockey lese ich immer wieder gerne. Auf diese Weise versuche ich immer wieder, so gut es eben geht, etwas abzuschalten.

 

Redaktion

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