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Nachwuchsstürmer Alex Blank debütiert gegen München / O´Connor wieder fit / Trainerfrage noch offen Iserlohn. (MK) Für die Iserlohn Roosters wird es ab Freitag... Heimspielwochenende für die Iserlohn Roosters

Nachwuchsstürmer Alex Blank debütiert gegen München / O´Connor wieder fit / Trainerfrage noch offen

Iserlohn Roosters Team – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Für die Iserlohn Roosters wird es ab Freitag nochmal so richtig stressig. In den kommenden zehn Tagen müssen die Sauerländer fünf der noch neun ausstehenden DEL-Hauptrundenpartien bestreiten. Am Freitag empfangen Kapitän Raymond & Co zunächst Tabellenführer München am Seilersee. Nur 45 Stunden später geht es, ebenfalls im heimischen Eiswerk, gegen den Westrivalen aus Krefeld. Es folgen die beiden Auswärtspartien in Berlin und in Schwenningen, sowie am 23. Februar das Heimspiel gegen Bremerhaven.

Durch die Länderspielpause hatte der Großteil des Teams eine Woche frei, um die Akkus wieder aufzuladen. Die Erholung tat den Roosters sicherlich nach einer bislang mäßigen Saison gut, um auch die Köpfe vom Ligaalltag etwas frei zu bekommen. Trainer Jason O´Leary hat in der vergangenen Woche in Abwesenheit seiner Spieler die letzte Phase der DEL Hauptrunde schon etwas vorbereiten können. Am Wochenende gönnte er sich dann wenigsten etwas Zeit mit seinen Kindern im Schwarzwald beim Skifahren. Auf dem Rückweg beobachtete er dann schon wieder die DEL2 Partie zwischen Heilbronn und Kassel. Eishockey lässt den Iserlohner Bandenchef eben nie so richtig los. Seit Montag sind er und seine Cracks wieder auf dem Eis, denn die kommenden knapp dreieinhalb Wochen haben es noch einmal in sich. Fünf der noch neun ausstehenden Partien bestreiten die Roosters auf eigenem Eis. Da gilt es, trotz der nur noch rechnerisch möglichen minimalen Minichance auf die Pre-Playoffs, noch einmal alles aufs Eis zu bringen, um beim Publikum mit einem zumindest versöhnlichen Saisonabschluss im Gedächtnis zu bleiben. Ziel der Roosters ist es nun möglichst jedes Spiel erfolgreich zu bestreiten.

Sportchef Christian Hommel hatte unlängst erklärt, dass die verbleibenden Saisonspiele den Spielern auch dazu dienen, sich für Anschlussverträge bei den Roosters zu empfehlen. Im gleichen Atemzug hatte er klar gemacht, dass Vertragsauflösungen nicht ausgeschlossen sind. Wer möglicherweise damit gemeint sein könnte? Dazu gibt es verständlicherweise keine Aussagen aus der Roosters-Schaltzentrale am Seilersee. Unbestätigten Gerüchten zufolge könnte der spielstarke Verteidiger Daine Todd durchs Raster fallen. Verletzungsbedingt war die bisherige Saison für den sympathischen Kanadier ein richtiges „Seuchenjahr“. Bislang kam der 33- jährige spielstarke Verteidiger auf lediglich 16 Einsätze. Und ein Comeback ist in dieser Spielzeit eher unwahrscheinlich. Spätestens nach der Saison wird man hierzu sicherlich Näheres erfahren.

Todd, Hoeffel und Friedrich müssen die Saison wahrscheinlich abhaken

Am Wochenende muss Trainer Jason O´Leary neben Todd auch auf die Langzeitverletzten Marko Friedrich und Mike Hoeffel verzichten. Auch für diese beiden Spieler ist die Saison voraussichtlich vorzeitig beendet. Chris Rumble steht durch seine sperre erst am nächsten Wochenende wieder zur Verfügung. Wieder dabei ist der vor der Länderspielpause verletzte „Powerman“ Ryan O´Connor. Und auch Erik Buschmann, der zwei Partien für das deutsche „Top Team Peking“ bestritt, ist wieder unversehrt in Iserlohn eingetroffen.

Jason O´Leary sieht im Wechsel von Alex Grenier eine Chance für andere Spieler

Vermissen werden die Fans am Seilersee sicherlich Topstürmer Alex Grenier, der sich während der Pause nach Lausanne in die Schweizer National League verabschiedet hatte. Wie bereits berichtet, hat der Kanadier für die neue Saison zwar einen Vertrag in Iserlohn unterzeichnet, besitzt aber eine Ausstiegsklausel für die Schweizer Topliga. In Lausanne konnte er gleich im ersten Spiel mit zwei Toren und zwei Beihilfen auf sich aufmerksam machen, ging im zweiten Match aber ohne Scorerpunkte vom Eis. Trainer Jason O´Leary erklärt zum Wechsel: „Es ist eine schwierige Situation, aber am Ende des Tages ist es ein Geschäft. Und in einem Geschäft muss man kluge Entscheidungen treffen. Wir können Alex Grenier nächste Saison wieder in unserem Team aufstellen und das ist eine riesige Chance für uns. Jetzt geben wir ihm die Chance dort zu spielen und wir haben zugleich die Chance andere Spieler zu sehen. Bei ihm wissen wir was er kann. Für kommende Saison müssen wir ein neues Team bauen. Nun können wir uns davon überzeugen, ob wir einen Spieler wirklich entwickeln können. Ein Spieler allein macht aber auch nicht den Unterschied.“

Weitere kurzfristige Abgänge, wie beispielsweise aktuell beim Ligarivalen Schwenningen praktiziert, befürchtet Jason O´Leary nicht. Sein durch die Langzeitverletzten ohnehin schon dünner Kader wird demnach in der aktuellen Besetzung die Saison zu Ende spielen.

Alex Blank bekommt steht vor seinem DEL Debüt

Ein Spieler, der am Freitag gegen München seine Chance an der Seite von Daniel Weiß und Alexei Dmitriev erhalten wird, ist Alex Blank aus dem DNL2-Team der Iserlohn Young Roosters. Der 18- jährige ist derzeit Topscorer der Young Roosters, konnte sich durch gute Leistungen empfehlen und hat bereits in dieser Woche mit der „Ersten“ trainiert. Alex Blank ist der Sohn von Ex-Roostersstürmer Boris Blank (41), der vor zwei Jahren seine aktive Karriere am Seilersee beendet hat, mittlerweile Trainer des Iserlohner DNL2-Teams ist und somit auch seinen Junior unter seinen „Fittichen“ hat.

Meistertrainer Don Jackson wieder hinter der Münchner Bande

Vizemeister München konnte im bisherigen Saisonverlauf seine beiden Heimspiele gegen die Roosters gewinnen. Unvergessen ist allerdings noch der 1:0 Sieg der Iserlohner Mitte Dezember, als Nachwuchstorhüter Jonas Neffin in seinem allerersten DEL-Spiel einen Shutout feiern konnte. Münchens Trainer Don Jackson hatte vor der Pause gefehlt, weil er seiner Frau in Amerika bei einer schweren Operation beistehen wollte. Mittlerweile ist der Meistertrainer seit dem 11. Februar wieder an der Isar. Allerdings wurde der medizinische Eingriff bei seiner Frau verschoben. Personell kann der 63- jährige Coach in Kürze wieder auf die Langzeitverletzten Patrick Hager und Derek Roy zurückgreifen, die wieder auf dem Eis stehen. Ex-Rooster Mads Christensen (Hüftverletzung), Bobby Sanguinetti (Unterkörperverletzung) und Danny aus den Birken (Beinverletzung) stehen aktuell noch nicht zur Verfügung.

„Wir müssen, um Erfolg gegen München zu haben, in allen Belangen diszipliniert sein und auch konsequent mit dem Körper spielen. München ist ein Team, das nicht so dynamisch ist, aber sehr konsequent und hart über sechzig Minuten spielt“, erklärt Trainer Jason O´Leary. Noch offen ist, wer gegen den amtierenden Vizemeister das Iserlohner Tor hüten wird. Beeinflusst werden könnte diese Entscheidung auch dadurch, dass im „Hause Jenike“ in diesen Tagen Nachwuchs erwartet wird.
Erstes Bull gegen die bayerischen Landeshauptstädter ist am Freitag um 19:30 Uhr.

Torwartfrage ist bei den Pinguinen noch offen

Nach zumindest wirtschaftlich turbulenten Monaten scheint bei Sonntagsgegner Krefeld durch den beigelegten Gesellschafterstreit so ganz allmählich wieder so etwas wie Alltag einzukehren. Sportlich konnten die Iserlohner lediglich beim Spiel in Krefeld vor knapp einem Monat zwei Punkte einfahren. Die Pinguine werden in Iserlohn auf den verletzten Justin Hodgman verzichten müssen. Ex-Nationalspieler Kai Hospelt dürfte am Wochenende vor seinem Comeback stehen. Fraglich ist auch der Einsatz von Stammtorwart Jussi Rynnäs. Der Finne ist nach wie vor angeschlagen. Ihm werden aber auch Wechselabsichten in die EBEL nach Klagenfurt nachgesagt. Sollte Rynnäs ausfallen, dann wird der erst kürzlich verpflichtete Schwede Oskar Östlund im Tor stehen. Das Derby gegen die Pinguine beginnt am Sonntag um 16:30 Uhr.

Trainerfrage bei den Roosters offenbar doch noch nicht geklärt

Schon in den letzten Wochen konnten die Iserlohn Roosters einige Verträge mit Spielern verlängern. Noch immer ist aber – zumindest offiziell – die Zukunft von Trainer Jason O´Leary in der Waldstadt offen. Klubchef Wolfgang Brück hatte bereits vor einigen Tagen gegenüber der Westfalenpost erklärt, dass er von einem Verbleib des ehrgeizigen Kanadiers ausgeht. Und auch Sportchef Christian Hommel bekräftigte die Absicht mit dem Trainer auch über die Saison hinaus zusammenarbeiten zu wollen. Jason O´Leary verweist in diesem Zusammenhang allerdings nach wie vor auf das Saisonende. Dann will er sich konkret damit auseinandersetzen und eine Entscheidung treffen. Somit ist aktuell also nur klar, dass die Organisation mit dem Kanadier weitermachen möchte, der Coach sich aber zumindest offiziell noch „ziert“.

Ohnehin versucht Iserlohns Coach den Fokus auf dem sportlichen Abschneiden zu behalten. Schließlich sind noch 27 Punkte bis zum Ende der Hauptrunde zu vergeben. Jason O´Leary ordnet Gesamtziele der Organisation, sowie der Mannschaft allen persönlichen Befindlichkeiten unter. Hier lebt er dann – so betrachtet – auch persönlich ein wenig den von ihm zuletzt so oft beschriebenen „Kulturwechsel“ vor, was wiederum ja ein durchaus positives Zeichen sein kann.

Die bisherigen Spiele zwischen den Iserlohn Roosters und dem EHC Red Bull München
13.10.2019 München – Roosters 5:2
13.12.2019 Roosters – München 1:0
19.01.2019 München – Roosters 7:5

Die bisherigen Spiele zwischen den Iserlohn Roosters und den Krefeld Pinguinen
22.09.2019 Krefeld – Roosters 3:1
24.10.2019 Roosters – Krefeld 2:3
12.01.2020 Krefeld – Roosters 3:4 n.P.

Redaktion

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