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Nürnberg (STM) Mit dem knappsten aller denkbar möglichen Ergebnisse haben die Thomas Sabo Ice Tigers eine Durststrecke von acht Niederlagen am Stück erfolgreich beendet.... Ice Tigers können noch gewinnen

Nürnbergs 24-Marcus Weber (unten) und Krefleds 88-Markus Schymainski (oben).
Foto: ISPFD

Nürnberg (STM) Mit dem knappsten aller denkbar möglichen Ergebnisse haben die Thomas Sabo Ice Tigers eine Durststrecke von acht Niederlagen am Stück erfolgreich beendet. Der 1-0 Heimsieg gegen die Krefeld Pinguine war nichts für schwache Nerven. Vor 4124 Zuschauern standen beide Torhüter im Mittelpunkt des Geschehens, Den Treffer des Abends erzielte Kapitän Patrick Reimer im Mitteldrittel.

Endlich konnte Kurt Kleinendorst mal wieder aus dem Vollen schöpfen. Sieben Verteidiger und zwölf Stürmer hatten die Ice Tigers zu Verfügung, Markus Lillich kam aus Bayreuth, Tom Gilbert kehrte nach seiner Verletzungspause zurück. Niklas Treutle bekam den Start zwischen den Pfosten. Mit diesem Kader wollten die Ice Tigers eine Serie von nunmehr acht Niederlagen in Folge beenden.

Die Ice Tigers kamen mit dem nötigen Elan aus der Kabine, es wurde viel Schlittschuhgelaufen, es wurde hart auf den Körper gespielt und konsequent in der eigenen Zone verteidigt, nur vor dem Tor wollte es lange Zeit in diesem so wichtigen Spiel für die Ice Tigers nicht funktionieren. Das lag zum einen am Jussi Rynnäs im Tor der Krefeld Pinguine, der einen ganz starken Tag erwischte, und zum anderen an der mangelhaften Chancenverwertung der Ice Tigers.

Tormöglichkeiten erspielten sich die Nürnberger mehr als genug, ein Tor wollte aber in den ersten zwanzig Minuten bei allen Bemühungen nicht gelingen. Patrick Reimers Schlagschuss verfehlte knapp sein Ziel (6.), im Powerplay traf Daniel Fischbuch von der blauen Linie nur den linken Torpfosten (12.), und auch Will Acton konnte Rynnäs nicht bezwingen (13.). Gefährlich wurde es für die Ice Tigers nur bei einem Krefelder Konter, Laurin Braun hielt den Schläger in einen scharfen Querpass, aber Treutle hatte aufgepasst (13.). Die letzte Möglichkeit hatte die Ice Tigers durch Brandon Buck, der einen Nachschuss knapp verzog (19.).

Unverändertes Bild auch nach der ersten Pause. Nürnberg war das klar bessere Team, Krefeld war zunächst nur in der Defensive beschäftigt. Patrick Reimer scheiterte erneut an Rynnäs (24.), der wenig später das Glück auf seiner Seite hatte, als ein Schuss von Schwartz am Pfosten landete (25.). Was die Ice Tigers offensiv auch versuchten, das Tor der Pinguine schien wie vernagelt zu sein. Nach gut 30 gespielten Minuten, entdeckte Krefeld auch das Offensivspiel, gerade Daniel Pietta und DEL-Topscorer Chad Costello sorgten zunehmend für Gefahr.

Nach einem Puckverlust von Summers hatte Pietta nur noch Treutle vor sich, aber der Torhüter der Ice Tigers verhinderte gekonnt, dass die Pinguine den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf stellten (32.). Wenig später war es dann soweit, Kapitän Patrick Reimer sorgte für den so ersehnten Führungstreffer. Unhaltbar fälschte Reimer einen Schuss von Kevin Schulze ab (34.). Phil Dupuis hätte beinahe für einen Doppelschlag gesorgt, aber Rynnäs behielt die Oberhand (35.), ebenso wie wenig später gegen Geburtstagskind Tom Gilbert (37.). Kurz vor Drittelende hielt Treutle gegen Pietta die knappe Führung fest (40.).

Im Schlussdrittel hatten zunächst die Ice Tigers erneut Pech mit dem Pfosten, dieses Mal war es Phil Dupuis, der etwas zu genau gezielt hatte (44.). Das war es dann aber mit den offensiven Akzenten der Ice Tigers, die Pinguine wollten doch noch etwas Zählbares mit auf die Heimreise nehmen. Martin Schymainski vergab die große Möglichkeit zum Ausgleich (45.). Es begann das große Zittern beim Nürnberger Anhang, nach dem die Ice Tigers in den letzten Wochen immer einen Weg gefunden hatten, das Eis als Verlierer zu verlassen.

Ein spätes Krefelder Powerplay hatten die Ice Tigers noch zu überstehen, ehe die Gäste mit sechs Feldspielern auf den Ausgleich drängten. Ein letztes Bully im Drittel der Ice Tigers, dann hatten es die Nürnberger überstanden und feierten einen mehr als verdienten Sieg gegen über weite Strecken harmlose Gäste aus Krefeld.

Sichtlich erleichtert war auch Kurt Kleinendorst auf der Pressekonferenz, der es zunächst nicht glauben wollte, dass der letzte Heimsieg der Ice Tigers bereits im November 2019 war. „Wir brauchten diesen Sieg so dringend und ich hatte schon nach unser sehr guten und intensiven Trainingswoche das Gefühl, wir werden uns diesen Sieg heute holen. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, unserer Special Teams waren gut und auf Niklas Treutle war Verlass. Jetzt kommt die wichtige Phase der Saison und zum Glück kommen unsere verletzten Spieler langsam zurück. Patrick Reimer war heute ein echter Leader, umso mehr freut es mich, dass er das entscheidende Tor für uns geschossen hat“.

„Wir haben hart gekämpft und ich bin stolz auf mein Team. Leider hat unser Powerplay heute nicht funktioniert, gerade in den engen Spielen müssen wir hier produktiver sein. Im letzten Drittel wollten wir das Spiel noch gewinnen, leider haben wir unsere Torchancen vergeben, Zudem waren beide Torhüter heute herausragend“, so das Fazit mit Pierre Beaulieu.

Redaktion

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