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Nürnberg (STM) Die Siegesserie der Thomas Sabo Ice Tigers überstand auch das Derby gegen die Augsburger Panther. Beim 5-4 Heimsieg entschieden am Ende zwei... Ice Tigers zum fünften Mal in Folge erfolgreich

Augsburgs 22-Scott Valentine (links) und Nürnbergs 95-Eugen Alanaov (rechts) mit vollem EInsatz. – © ISPFD

Nürnberg (STM) Die Siegesserie der Thomas Sabo Ice Tigers überstand auch das Derby gegen die Augsburger Panther. Beim 5-4 Heimsieg entschieden am Ende zwei souverän verwandelte Penaltys von Brandon Buck das Spiel, nachdem sich beide Mannschaften nach 65 spannenden Minuten die Punkte geteilt hatten. Die Nürnberger Tore in der regulären Spielzeit erzielten Reimer, Ramoser und Chris Brown, der doppelt traf.

Mit dem Rückenwind von vier Siegen in Folge gingen die Thomas Sabo Ice Tigers ins heutige Derby gegen die Augsburger Panther, die in der bisherigen Saison nicht so recht in Laufen gekommen sind, nachdem sie in der abgelaufenen Saison eine der großen Überraschungen der DEL gewesen sind. Erfreuliche Neuigkeiten gab es für alle Fans der Ice Tigers schon vor dem ersten Bully. Der bisher nur bis zum 30. November aus München ausgeliehene Andy Eder hat seinen Vertrag in der Landeshauptstadt aufgelöst und wird nun erstmal bis zum Ende der laufenden Saison in Nürnberg bleiben.

Personell gab es wenig Grund für Kurt Kleinendorst sein Team zu verändern, Niklas Treutle bekam den Start im Tor, Marcus Weber spielte wie gewohnt im vierten Sturm und Rylan Schwarz musste überzählig das Spiel auf der Tribüne verfolgen. Den besseren Start hatten die Gäste aus Augsburg. Nicht jeder der 5639 Zuschauer hatte seinen Platz eingenommen, da gingen die Panther schon in Führung. Neuzugang Scott Kosmachuk traf bereits nach elf Sekunden zum 0-1 (1.).

Die Ice Tigers benötigen einige Minuten, vieles blieb in der Anfangsphase nur Stückwerk, selten kombinierten sich die Nürnberger gefährlich vor das Tor von Markus Keller. Augsburg wirkte kompakter und defensiv gut sortiert. Patrick Reimer war es, der so etwas wie den ersten Warnschuss auf das Tor der Panther abgab (9.), ehe die Gäste in einen Konter liefen, den die Ice Tigers eiskalt ausnutzten. Acton passte quer auf den mitgelaufenen Reimer, der perfekt zum 1-1 Ausgleich vollendete (12.). Beinahe wäre dem Kapitän der Ice Tigers wenige Sekunden später der zweite Treffer gelungen, aber Keller reagierte blitzschnell (13.).

Kurz vor Drittelende gingen die Ice Tigers dann doch noch in Führung. Phil Dupuis passte im richtigen Moment auf Chris Brown, der aus dem Handgelenk zur erstmaligen Nürnberger Führung erfolgreich war (17.). Im Mitteldrittel waren wieder die Panther zu Beginn da aktivere Team. Nürnberg agierte zu offensiv und nachlässig. TJ Trevelyan scheiterte zunächst noch an Niklas Treutle (24.), ehe ein weiterer Konter mit dem Ausgleich der Panther endete. Wieder war es TJ Trevelyan, der lange auf einen Querpass spekulierte, dann aber doch selber mit einem harten Schuss aus dem Handgelenk in die kurze Ecke erfolgreich war (26.).

In der Folgezeit hatte die Partie nur ein mäßiges Niveau, auf beiden Seiten häuften sich schlampige Pässe, das Offensivspiel beider Mannschaften hatte deutlich Luft nach oben. Dass die Ice Tigers am Ende mit einer knappen Führung in den Schlussabschnitt gehen konnten, hatten sie wieder dem Zusammenspiel von Chris Brown und Phil Dupuis zu verdanken. Wieder war es Phil Dupuis, der Brown im Slot perfekt anspielte, wieder war Keller gegen den platzierten Schuss des Nürnberger Topscorers machtlos (39.).

In den letzten zwanzig Minuten nahm sich das Spiel zunächst wieder eine Auszeit. Augsburg war bemüht, die Ice Tigers taten nur das Nötigste und hielten die Panther erfolgreich fern vom eigenen Tor. Dann nahm sich Chris Summers eine Strafzeit zuviel an diesem Abend und bescherte den Gästen somit den erneuten Ausgleich. Ausgerechnet Mitch Callahan, bisher in der kompletten DEL-Saison erfolglos, fälschte einen Schuss von der blauen Linie zum 3-3 ab (49.).

Der erste DEL-Treffer war Callahan war der Startschuss für eine spannende Schlussphase, in der Oliver Mebus die große Chance auf den vierten Treffer ungenutzt ließ (51.), auch ein weiteres Powerplay an diesem Abend konnten die Ice Tigers nicht nutzen. Als dann Keller spektakulär gegen Ramoser mit der Fanghand zur Stelle war, mussten die Schiedsrichter die Videobilder zu Rate ziehen, entschieden dann aber auf Tor (58.). Eine weitere unnötige Strafzeit gegen Phil Dupuis bescherte den Gästen ein spätes Powerplay, Keller ging vom Eis und mit sechs Feldspielern drängten die Panther auf den Ausgleich.

Und der Mut der Augsburger wurde belohnt, 39 Sekunden vor dem Ende war es erneut Callahan, der den Gästen einen späten, aber durchaus verdienten Punktgewinn ermöglichte. In der Overtime hatten die Ice Tigers ein weiteres Powerplay, aber irgendwie funktionierte das Nürnberger Überzahlspiel an diesem Abend überhaupt nicht. So fand das Spiel seine endgültige Entscheidung im Penaltyschießen. Hier hielten zwei Treffer von Brandon Buck die Siegesserie der Ice Tigers am Leben, die zum fünften Mal in Folge das Eis als Sieger verlassen konnten.

„Wir wussten, dass wir auf einen starken Gegner treffen, der aktuell einen Lauf hat. Uns war bewusst, dass wir in Nürnberg nur bestehen können, wenn wir über die gesamte Spielzeit mit der richtigen Einstellung agieren und um jeden Puck kämpfen. Mit der Einstellung war ich heute sehr zufrieden, zudem haben wir in Unterzahl kein Gegentor hinnehmen müssen und haben doppelt im Powerplay getroffen. Es war ein kleiner Schritt, um in der Tabelle wieder weiter nach oben zu kommen“, war Tray Tuomie mit seiner Mannschaft heute trotz der Niederlage nicht unzufrieden.

Manuel Kofler hingegen war mit einigen Dingen der Ice Tigers nicht einverstanden: „Wir sind auf einen sehr starken AEV getroffen, der mit der heutigen Leistung gegen jeden Gegner in dieser Liga bestehen kann. Mit vier Siegen im Rücken gewinnst du so ein Spiel dann leichter, als wenn du weiter unten in der Tabelle stehst. Insgesamt aber waren wir heute zu verspielt und haben oft nicht den direkten Weg zum Tor gesucht. Am Sonntag in Bremerhaven müssen wir wieder ein besseres Eishockey zeigen“.

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