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Bozen (AR). Obwohl die Alps Hockey League erst vier Jahre alt ist, stehen in dieser Spielklasse kleine und große Sorgen bei den Vereinen auf... In der Alps Hockey League herrscht das blanke Chaos

Alps-Hockey-League AHL

Bozen (AR). Obwohl die Alps Hockey League erst vier Jahre alt ist, stehen in dieser Spielklasse kleine und große Sorgen bei den Vereinen auf der Tagesordnung.

Das sportliche Niveau verkommt zur Farce, wenn man die Lackschäden der „neuen Alpenliga“ etwas unter die Lupe nimmt.

Klagenfurt und Salzburg haben die Juniorenteams ins Rennen geschickt. Die kleinen Bullen erwiesen sich als konkurrenzfähig, doch der Grundtenor der anderen Kollektive ist alles andere als positiv, wenn es darum geht, weitere Juniorenteams aufzunehmen. In der nächsten Spielzeit sind auch die kleinen Caps aus Wien und die kleinen Black Wings aus Linz mit von der Partie. Möglich ist auch, dass eines Tages die kleinen 99ers aus Graz und die kleinen Adler aus Villach mitnaschen werden.

Wenn man die Liga näher betrachtet, erkennt man, dass es kleinere Etats gibt. Doch ob die Attraktivität gesteigert wird, ist und bleibt ein Fragezeichen. Einige Mannschaften würden eventuell durch den Rost fallen und könnten vielleicht den Spielbetrieb einstellen.

Außerdem sorgte der Spielmodus in der abgelaufenen Saison für Turbulenzen. Die österreichischen Klubs wollten einstimmig, dass es eine Hin- und Rückrunde mit Play-Offs gibt. Den italienischen und slowenischen Vertretern schmeckte dieser Vorschlag nicht, zumal bei einem vorzeitigen Saisonende im Februar alles vorbei wäre. Der Kompromiss nach den Idealen der slowenischen Kollektive stieß bei den rot-weiß-roten Ensembles sauer auf, dass sie ihrerseits sogar mit einem Rückzug drohten. Das Signal war eindeutig, auch wenn man durch einen Vertrag nicht aus der Liga austreten kann.

Die Zukunft des HC Mailand ist ungewiss, auch wenn man sich für die bevorstehende Saison angemeldet hat Vielleicht tut sich was, wenn in Lausanne die Olympiabewerbung 2026 von Cortina und Mailand den Zuschlag bekommt. Bis dahin müssen die Lombarden hoffen und bangen. Im Falle einer positiven Bewertung der Olympiakandidatur könnten Gelder locker gemacht werden, die sowohl in die Infrastruktur als auch in die Eissporttätigkeit fließen.

Die slowenische Mannschaft Jesenice sucht einen Präsidenten. Auch finanzielle Schwierigkeiten belasten das Kollektiv. Alle Legionare und Erfolgscoach Rodman stehen nicht mehr unter Vertrag. Man will mit dem eigenen Nachwuchs eine schlagfertige Truppe aufstellen, aber noch keiner hat unterschrieben. Bleiben noch die Falken aus Fassa. Auch die Mannschaft aus dem Trentino steckt in den roten Zahlen. Der Spielbetrieb scheint gesichert sein, aber falls sich wirklich Mailand oder eine andere Einheit sich zurückziehen würde, könnte alles und nichts zutreffen. Am gegenwärtigen Chaos ändert sich dessen ungeachtet rein gar nichts.

Redaktion

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