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Iserlohn. (MK) Nach seiner vorzeitigen Rückkehr von seiner Scoutingtour hatte Iserlohns Sportchef Christian Hommel intensive Gespräche, sowohl mit als auch zwischen Mannschaft und Trainerstab,... „Jetzt muss die Umsetzung erfolgen“ – Roosters drücken den Resetknopf und wollen am Wochenende zurück in die Erfolgsspur

Trainer Jason O´Leary – © by Sportfoto-Sale.de (MK)

Iserlohn. (MK) Nach seiner vorzeitigen Rückkehr von seiner Scoutingtour hatte Iserlohns Sportchef Christian Hommel intensive Gespräche, sowohl mit als auch zwischen Mannschaft und Trainerstab, angekündigt. Durch den Fehlstart nach der Länderspielpause gab es reichlich Gesprächsbedarf am Seilersee.

Vier Niederlagen in Folge, 2:17 Tore und über 211 Minuten ohne eigenen Torerfolg. So lautet die Bilanz der Roosters nach der Länderspielpause. Am Wochenende wollen die Iserlohner Kufencracks mit dem Heimspiel am Freitag gegen Bremerhaven und am Sonntag in Köln wieder für Pluspunkte und damit verbunden für positive Schlagzeilen sorgen.

Offene und ehrliche Gespräche

„Die Gespräche sind in dieser Woche sehr progressiv verlaufen. Natürlich tragen wir alle eine Verantwortung für diese Situation. Aber im Endeffekt sind wir auch dafür verantwortlich die Situation umzukehren. Jeder muss selbst in den Spiegel schauen und sich fragen, ob das, was er macht, gut ist oder nicht. Es war von der Trainingsleistung eine super Woche. Die Gespräche waren offen und ehrlich. Wir haben mit der Mannschaft und verschiedenen Spielern gesprochen. Jetzt erwarten wir natürlich auch eine Reaktion“, erklärt Cheftrainer Jason O´Leary.

Reaktion ging von der Mannschaft aus

Sportchef Christian Hommel gibt ebenfalls einen Einblick in die zurückliegende Woche. „Das Positive ist, dass die Mannschaft eine intrinsische Motivation hat. Sie hat das gezeigt, indem sie sich selbständig zu einem Teamabend zusammengesetzt haben, um Sachen ehrlich anzusprechen. Sie warten also nicht, dass irgendein anderer sie auf etwas stößt. Es kam schon nach dem Mannheim-Spiel eine interne Reaktion der Mannschaft. Da hat der interne Prozess der Veränderung angefangen. Wir haben aber auch trotzdem nochmal vieles mit der Mannschaft und den Spielern besprochen. Es ist nicht unbedingt etwas Großes, es sind dann auch kleine Dinge, die einen dann auf diesen Weg bringen.“
Bezogen auf die tabellarische Situation erklärt Christian Hommel: „Wir schauen nur nach vorne. Wir gucken nicht, wer hinter uns ein oder zwei Punkte steht. Wir haben ein Ziel. Und das werden wir auch so lange nicht aus der Hand geben, so lange es rechnerisch möglich ist. Das haben wir in den letzten Jahren nie gemacht. Wir wollen eigentlich immer konstant um diesen zehnten Platz mitspielen. Das ist immer das Ziel.“

„Jetzt muss auch die Umsetzung erfolgen“

Christian Hommel – © by Eh.-Mag. (JB)

Auch wenn in der laufenden Saison schon 21 Spieltage absolviert sind, scheint man in dieser Woche bei den Roosters so etwas wie den Resetknopf gedrückt zu haben. Konsequenzen für die Spieler hatte die sportliche Führung übrigens vor einigen Wochen, nach einigen Spielen mit mehreren unnötigen Strafen, schon einmal angekündigt und auch umgesetzt. So hat Trainer Jason O´Leary dem einen oder anderen Spieler, von vielen mehr oder weniger fast unbemerkt, auch schon mal während eines Spiels eine „schöpferische Pause“ gegeben. Einen oder mehrere Spieler an den Pranger stellen wollen die Roosters nicht, denn laut Christian Hommel gibt es innerhalb der Mannschaft keinen „Quertreiber“. Unsere Spieler identifizieren sich mit dem Logo. Letztes Jahr hatten wir diese Spieler nicht, aber dieses Jahr haben wir diese Spieler.“
„Einige Leute wollen jetzt natürlich eine Reaktion sehen und jemanden auf der Tribüne sehen. Wir fangen aber jetzt bei null an. Wir haben unsere Erwartungen geradlinig und wirklich verständnisvoll der Mannschaft entgegen gebracht. Es gibt jetzt nicht den Grund jemanden zu rasieren. Jeder bekommt jetzt eine neue Chance, aber es muss jetzt auch aufs Eis gebracht werden. Wir warten keine 52 Spiele. Wir haben den Jungs wirklich viel Zeit gegeben und jetzt muss auch die Umsetzung erfolgen.“
Jason O´Leary hat indes auch viel Verständnis für die Fans. „Ich fühle mich schlecht für die Fans. Sie haben die Roosters im Blut. Wir alle, auch die Spieler, haben die gleichen Schmerzen und sind momentan selbst enttäuscht.“
Völlig außer Acht lassen möchten Trainer und Sportchef aber auch nicht die positiven Entwicklungen im Vergleich zur Vorsaison. Auf der im letzten Jahr sehr unruhigen Torwartposition sei man beispielsweise mit zwei Torhütern mit einer Fangquote von rund 92% gut aufgestellt und die Defensive sei ebenso stabiler.

Marko Friedrich fällt weiterhin aus

Marko Friedrich wird von seinen Mitspielern gestützt – © Sportfoto-Sale (JB)

Für das Spiel gegen die Fischtown Pinguins hat sich Headcoach Jason O´Leary bereits festgelegt, dass Andreas Jenike zwischen die Pfosten rücken wird. Marko Friedrich wird nach seinem „Knockout“ gegen Mannheim seine Gehirnerschütterung noch weiter auskurieren müssen und fällt bis auf weiteres aus. Welche Reihenkombinationen die Roosters aufbieten können, hängt auch davon ab, wie der eine oder andere erkrankte Spieler bis Freitag genesen ist. Zu sehr möchte man sich am Seilersee diesbezüglich aber nicht in die Karten gucken lassen.

Bremerhaven mit Personalsorgen

Die Fischtown Pinguins rangieren aktuell auf Platz neun in der Tabelle und haben schon zehn Punkte mehr auf dem Konto als die Sauerländer. Den letzten „Dreier“ fuhr das Team von Trainer Thomas Popiesch vor einem Monat beim 2:5 Auswärtssieg in Köln ein. Am letzten Wochenende gewann man in der Overtime bei den Augsburger Panthern und verlor daheim gegen Wolfsburg nach Verlängerung. Die Pinguins Bremerhaven gewannen die letzten zwei Auswärtsspiele in Iserlohn. Das Hinspiel in Bremerhaven gewannen die Roosters Ende September knapp mit 1:2 nach Verlängerung. Personell wird Will Weber ausfallen. Hinter Max Fortunus steht zumindest ein kleines Fragezeichen. Tom Horschel soll in der Abwehr eine Chance erhalten. Erstes Bully ist Freitag um 19:30 Uhr.

Sonntag Derby in Köl

Am kommenden Sonntag haben die Roosters eine kurze Anreise zum Westderby bei den Kölner Haien (17 Uhr). Im ersten Meisterschaftsspiel der Saison gewannen die Sauerländer in der LanxessArena nach Verlängerung mit 2:3. Unabhängig von den Ergebnissen wird das kommende Wochenende sicherlich einen deutlichen Fingerzeig geben, ob die Roosters den „neuen Geist“ auch aufs Eis bringen können.

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