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Krefeld. (EM) Das monatelange Gezerre bei den Krefeld Pinguinen um Gesellschafteranteile und ausstehende Zahlungen durch Mitgesellschafter Energy Consulting könnte in der nächsten Woche in... Krefeld Pinguine: Horrorszenario zeichnet sich immer deutlicher ab

Kummer gewohnt: Krefelds Fans – © by Sportfoto-Sale (JB)

Krefeld. (EM) Das monatelange Gezerre bei den Krefeld Pinguinen um Gesellschafteranteile und ausstehende Zahlungen durch Mitgesellschafter Energy Consulting könnte in der nächsten Woche in eine fast schon alles entscheidende Phase eintreten.

Für kommende Woche Dienstag wurde eine außerordentliche Gesellschafterversammlung einberufen. Nachdem vergangene Woche die erhoffte Einigung zwischen Pinguinen und der Energy Consulting damit endete, dass die Energy Consulting nun doch ihre Anteile nicht abgeben möchte (wir berichteten), rennt den Krefeld Pinguinen nun die Zeit im Eiltempo davon. Sollte es auch am kommenden Dienstag erneut keine Einigung geben, dann droht unvermeidlich der Gang zum Insolvenzgericht. Ansonsten würden sich die Pinguine in Person von Geschäftsführer Matthias Ross der Insolvenzverschleppung strafbar machen.

Ursprünglicher Streitpunkt war, dass die Pinguine im Etat einen Beitrag von ca. einer Million Euro eingeplant haben. Zur Auszahlung durch die Energy Consulting und deren damaligen Geschäftsführer Mikhail Ponomarev kam es aber laut Pinguinen nie. Der Streit eskalierte, nachdem Pinguine-Geschäftsführer Mathias Ross die fehlenden Zahlungen öffentlich anprangerte. Mittlerweile ist Ponomarev nicht mehr Geschäftsführer der Energy Consulting, die sich wiederum nur noch per Rechtsanwalt bei den Gesellschafterversammlungen vertreten lässt. Der Versuch der Energy Consulting die Gesellschafteranteile zu entziehen endet damit, dass vom Landgericht Krefeld dieser Versuch per einstweiliger Verfügung untersagt wurde. Die angedachte Kapitalerhöhung durch einen nicht genannten Investor liegt damit auf Eis. Stattdessen hatte die Energy Consulting, vertreten durch den Düsseldorfer Rechtsanwalt Peters, den Vorschlag unterbreitet die Anteile von Gesellschafter Wolfgang Schulz durch den Geschäftsmann Detlef Hauffe übernehmen zu wollen. Zusätzlich sollte Geschäftsführer Matthias Ross sofort seinen Rücktritt erklären.

Wolfgang Schulz – © KEV Pinguine Media

Dieses Szenario kann sich Dirk Wellen, seines Zeichens Mitgesellschafter bei den Pinguinen, nicht vorstellen. Er zog in der vergangenen Woche sein Sponsoring durch seine Firma „Rondo Food“ zurück und kritisierte die Vorgehensweise der Energy Consulting gegenüber Radio KuFa scharf. Aus seiner Sicht setze das Vorgehen der Gegenseite ganz bewusst auf gezielte Indiskretionen und dem Aufbau von Zeitdruck. Für Wellen sei es nun an der Zeit mit allen rechtlichen Mitteln aufs Schärfste gegen die Energy Consulting vorzugehen. „Das ist nun Käfigkampf“, so Wellen.

Mittlerweile sollen im Hintergrund erste Gespräche zwischen Gesellschafter Wolfgang Schulz und dem von der Energy Consulting ins Spiel gebrachten Detlef Hauffe stattgefunden haben. Inhaltlich wurde dazu nichts bekannt. Allerdings, so ist zu hören, soll die Energy Consulting nun auch zu der lange durch Geschäftsführer Matthias Roos verweigerten Einsicht in die Bilanzen der Pinguine kommen.

Einem Verkauf von Gesellschafteranteilen müssten übrigens alle Mitgesellschafter zustimmen. Sollten die aktuellen Gesellschafter bereit sein nochmals Geld in die GmbH zu pumpen, dann könnte zumindest kurzfristig der drohende Insolvenzantrag vom Tisch sein. Dann hätten die Pinguine zumindest Zeit gewonnen. Der kommende Dienstag wird also zu einem extrem wichtigen Tag im Kampf um eine dauerhafte Lösung und damit auch um eine Zukunft des DEL-Standortes Krefeld.

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Gelingt den wirtschaftlich angeschlagenen Krefeld Pinguinen noch die Rettung in allerletzter Minute?

Redaktion

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