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Torwart Andreas Jenike mit überragender Leistung Iserlohn. (MK) Wer hätte das um Weihnachten noch von den Iserlohn Roosters gedacht! Mit einem 5:2 Sieg gegen... Leidenschaftliche Iserlohn Roosters zeigen gegen Straubing tolle Moral und geben die rote Laterne an Schwenningen zurück

Torwart Andreas Jenike mit überragender Leistung

Chris Runmble (links) – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Wer hätte das um Weihnachten noch von den Iserlohn Roosters gedacht! Mit einem 5:2 Sieg gegen starke Straubing Tigers haben die Roosters den letzten Tabellenplatz in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verlassen.

Es war vor allem ab Mitte des Spiels ein bärenstarker Auftritt der Sauerländer, die zwei Mal eine Führung der Tigers ausgleichen konnten und dann im Schlussdrittel den “Sack zumachten“. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten am Ende Torwart Andreas Jenike und Stürmer Julian Lautenschlager mit zwei Scorerpunkten heraus. Verteidiger Tobias Schmitz wurde zwar während des Spiels für seinen vermeintlichen ersten DEL-Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 gefeiert, aber der Treffer wurde dann doch Stürmer Mike Halmo gutgeschrieben, der wohl den Puck noch berührt hatte. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben lautet dann wohl das Motto für den 22- jährigen Schmitz, der sonst mit einer Förderlizenz hauptsächlich in der Oberliga für Herne spielt und erst seinen siebten DEL-Einsatz absolvierte. Iserlohns Trainer Jason O´Leary fand dann auch lobende Worte für Schmitz nach dem Spiel. Aber der Reihe nach …

Tigers gehen fast mit der Pausensirene in Führung

Die Roosters starteten mit den Rückkehrern Clarke und Rumble hochkonzentriert ins Spiel. In den Anfangsminuten neutralisierten sich beide Teams. Iserlohns Weidner (6.) für die Roosters und Straubings Daschner (9.) hatten die ersten nennenswerten Chancen im Spiel. Clarkes Strafe (11.) überstanden die Gastgeber unbeschadet. Dann aber geriet Iserlohns Keeper Jenike immer mehr in den Blickpunkt, weil er immer wieder gute Straubinger Chancen entschärfte. Die Tigers spielten sehr variabel und brachten immer wieder viele Scheiben zum Tor. Während der schon ausgesprochenen Strafe gegen Buschmann hielten die Tigers im Stile eines Top-Teams den Puck lange Zeit in ihren Reihen und hatten weitere gute Chancen, bis die Roosters den Puck berühren konnten und die Strafe letztendlich ausgesprochen wurde. Ärgerlich aus Iserlohner Sicht, dass der keineswegs unverdiente Straubinger Führungstreffer zehn Sekunden vor der Pausensirene durch einen von Turnbull abgefälschten Schuss gelang.

Roosters gleichen zwei Mal aus

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels ging es wieder auf beiden Seiten hoch her. Eine Strafe gegen Straubings Connolly nach 65 Sekunden bescherte den Gästen nach einem Scheibenverlust von O´Connor eine Konterchance durch Balsy, die IEC-Keeper Jenike aber entschärfte. O´Connor war es auch, der den Ausgleich dann im Powerplay ebenso verpasste wie Grenier, der nur den Pfosten traf. Weiß (25.), Fleischer (27.), O´Connor (29.) und MacQueen (32.) verpassten weitere Iserlohner Chancen gegen die immer gefährlich konternden Straubinger. Der Ausgleich war dann aber Lautenschlager vorbehalten, der mit einem Abstaubertor den Ausgleich schaffte. Clarkes Strafe war gerade einmal eine Sekunde abgelaufen, als die Gäste erneut jubeln durften. Erikssons Schuss fand von der blauen Linie den Weg ins Tor (36.). Nur 34 Sekunden später aber bejubelten die knapp 4100 Zuschauer am Seilersee den ersten DEL-Treffer von Tobias Schmitz zum 2:2 Ausgleich. Der 22-jährige hatte sich einfach von kurz vor der blauen Linie ein Herz gefasst, abgezogen und eingenetzt. Allerdings war dann wohl doch noch laut DEL Statistik Teamkollege Mike Halmo am Puck, der damit Schmitz´erstes DEL-Tor “geklaut” hatte. Eine Strafe gegen Iserlohns Keeper Jenike wegen Spielverzögerung, als er den Puck in einer heiklen Szene über die Bandenverglasung hinter ihm wegschaufelte, entspricht zwar dem Regelwerk, erheiterte aber doch die Gemüter, weil der Puck völlig ungewollt und unkontrolliert aus dem Spiel befördert wurde. Mit einem insgesamt leistungsgerechten 2:2 Unentschieden ging es nach vierzig interessanten Minuten in die zweite Pause.

Fulminantes Schlussdrittel der Iserlohn Roosters

Nachdem die Iserlohner in den ersten beiden Dritteln zwei Mal einen Rückstand ausgleichen konnten, gelang ihnen im Schlussabschnitt nach 99 Sekunden die erstmalige Führung. Lautenschlagers Zuspiel vor das Straubinger Tor „wuselte“ Clarke zum 3:2 ins Tor. In der Folgezeit wechselten die über zwei Drittel dargestellten Kräfteverhältnisse auf dem Eis. Straubing nun unter Druck und Iserlohn übernahm mit der Führung im Rücken die Regie im Spiel. Schoppers Strafe nutzten die nun auch spielerisch überzeugenden Roosters durch Petans Treffer (53.) am kurzen Pfosten zum 4:2. Auch der Videobeweis bestätigte, dass der Puck hinter der Line war. Straubing versuchte noch einmal alles, nahm Keeper Vogl frühzeitig für den sechsten Feldspieler vom Eis und kassierte prompt das 5:2 (58.) durch MacQueen.

Rote Laterne geht wieder an Schwenningen

Die Iserlohn Roosters haben durch den Sieg den letzten Tabellenplatz verlassen und die rote Laterne an die Schwenninger Wild Wings zurück gegeben. Am Sonntag (16:30 Uhr) treten die Sauerländer in Krefeld zum Westderby an. Die weiterhin um ihre Zukunft bangenden Pinguine rangieren einen Punkt vor den Roosters, die ihrerseits mit drei Siegen aus den letzten vier Partien viel Selbstvertrauen getankt haben. Straubing empfängt am Sonntag als Tabellendritter die Thomas Sabo Ice Tigers ebenfalls zu einem Derby.

Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 5:2 (0:1/2:1/3:0)
Tore:
0:1 (19:50) Turnbull (Kohl/Laganiere) 5-4PP, 1:1 (32:14) Lautenschlager (Grenier), 1:2 (35:37) Eriksson (Turnbull/Balsy), 2:2 (36:11) Schmitz (Lautenschlager/Halmo), 3:2 (41:39) Clarke (Lautenschlager/MacQueen), 4:2 (52:16) Petan (Halmo/MacQueen) 5-4PP, 5:2 (57:04) MacQueen (Orendorz) 5-6 ENG
Strafen: 8-6
Zuschauer: 4097

Das sagen die Trainer zum 5:2 Sieg der Roosters gegen Straubing

Fotostrecke zum Spiel

Iserlohn Roosters - Straubing Tigers
© by Sporfoto-Sale 2020 (JB)
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Welches dieser Teams steht am Ende der Hauptrunde auf einem Playoff-Platz?

Redaktion

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