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Schwenningen. (EM) Spiele gegen angeschlagene Gegner sind immer schwierig. Meister Adler Mannheim konnte am Dienstag ein Lied bei der 5:7 Niederlage gegen die Iserlohn... MacQueens Doppelpack ebnet Wild Wings den Weg zum dritten Heimsieg – Roosters kassieren erneut unnötige Strafen

Paul Thompson – © Sportfoto-Sale (JB)

Schwenningen. (EM) Spiele gegen angeschlagene Gegner sind immer schwierig. Meister Adler Mannheim konnte am Dienstag ein Lied bei der 5:7 Niederlage gegen die Iserlohn Roosters davon singen. Drei Tage nach dem Überraschungscoup in der Kurpfalz hatten die Iserlohner die Chance mit einem Sieg beim Tabellenletzten Schwenninger Wild Wings den Abstand zu den Schwarzwäldern auf neun Punkte zu vergrößern.

Daraus wurde nichts, denn die Wild Wings waren effektiver im Powerplay und gewannen verdient mit 4:1 gegen ein Iserlohner Team, das weiter auf der Suche nach Konstanz ist.

Die stark unter Druck stehenden Wild Wings begannen druckvoll, hatten aber auch Glück, dass Sutter (6.) gleich zwei gute Gelegenheiten für Iserlohn nicht nutzen konnte. Sonnenburgs Strafe (8.) überstanden die Gastgeber ohne große Mühe. Nach dem ersten Powerbreak kamen die Wild Wings besser zum Zuge. Alex Weiß (15.) traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz. In Überzahl verpassten Weiß und Fischer noch den Führungstreffer, aber als Bourke sträflich frei von der linken Grundlinie kommend auf das Tor von Iserlohns Goalie Peters zog bejubelten die 4614 Zuschauer den 1:0 Führungstreffer (17.). Und es kam noch besser für das Thompson-Team: Nur 38 Sekunde später war es MacQueen, der unwiderstehlich vor das Iserlohner Tor preschte und zum 2:0 Pausenstand ins linke Eck einnetzte.

Zum Start ins Mitteldrittel überstanden die Roosters eine Reststrafzeit gegen Orendorz ohne Schaden, hatten sogar durch Sutter eine gute Chance zum Anschlusstreffer. Wenig später waren dann die Wild Wings in Unterzahl (Strafe Poukkula), aber insgesamt agierten die Sauerländer nicht zwingend genug. Das muntere Wechselspiel auf der Strafbank ging weiter. Buschmanns Strafe gegen Iserlohn (25.) vermochten aber auch die Wild Wings nicht zu nutzen. Grenier (31.) nach Pass von Friedrich hatte den Iserlohner Anschlusstreffer schon auf dem Schläger, scheiterte aber noch. Die Roosters arbeiteten sich allmählich besser in die Partie. Nach Videobeweis fand Tim Fleischers erster DEL-Treffer (35.) zum 2:1 seine Anerkennung. Lautenschlager war zuvor vor Strahlmeier gescheitert und Fleischers Nachschuss bugsierte der Wild Wings Keeper sich letztlich selbst über die Linie.

Wie im Mittelabschnitt starteten die Gäste auch ins letzte Drittel in Unterzahl (Strafe Samanski), die sie erneut überstanden. Das Match blieb abwechslungsreich. Blundens Strafe (46.) blieb für die Wild Wings ebenso ohne Folgen. Rumbles Schlagschuss war Iserlohns beste Powerplaychance. Iserlohns Assistenzkapitän Friedrichs hatte auf der Strafbank (48.) kaum Platz genommen, als MacQueen per Direktschuss den Puck zum 3:1 ins Tor gehämmert hatte. Kapitän Raymond zog kurz darauf die nächste Roosters-Strafe. Cannones Pfostenschuss wäre vermutlich die Vorentscheidung im Spiel gewesen, so aber blieben die Roosters weiter im Spiel. Das Match blieb verbissen geführt, aber wenig hochklassig. Die Uhr lief weiter für die Wild Wings und als die Roosters einmal mehr im Powerplay (Strafe Hadraschek, 54. Min.) zustande brachten, rückte der dritte Heimsieg der Schwarzwälder näher. Die frühzeitige Herausnahem von Keeper Peters für einen sechsten Feldspieler sorgte knapp zwei Minuten vor dem Ende noch einmal für Hochspannung in der Helios Arena. 47 Sekunden vor dem Ende ging der Schuss dann aus Iserlohner Sicht nach hinten los. Cannone traf ins verwaiste Gehäuse zum 4:1 Endstand.

Unter dem Strich ging der Sieg für die leidenschaftlich auftretenden Schwenninger in Ordnung. Iserlohn nahm wieder einmal zu viele, zum Teil auch unnötige; Strafen. Das Powerplay bleibt eine Großbaustelle für das Trainerteam um Jason O´Leary.
Am Sonntag reisen die Wild Wings zur Düsseldorfer EG. Iserlohn empfängt Nürnberg. Danach ruht der Spielbetrieb in der Liga bis zum 15. November.

Iserlohns Julian Lautenschlager und Schwenningens Doppeltorschütze Jamie MacQueen sahen bei Magenta Sport das Spiel wie folgt:
Julian Lautenschlager (Iserlohn): „Wir hatten zu viele Strafzeiten und Stockfouls, die wir vermeiden wollten. Schwenningen ist ein gutes Überzahlteam. Wir wollten von der Strafbank wegbleiben. Schwenningen hat das ausgenutzt und dann verliert man so ein Spiel.“

Jamie MacQueen (Schwenningen): Wir brauchten den Sieg. Es war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Es war auch ein Sieg für Jürgen Rumrich. Es sind nicht die Fehler von Jürgen Rumrich, die in den letzten Wochen gemacht wurden, sondern die Fehler des Teams. Wir haben eine gute Gruppe von Spielern, müssen aber konstanter spielen und weiter an uns glauben.“

Redaktion

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