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Neuwied: Billigmanns EHC holt gegen Herford nur den Fair-Play-Preis Neuwied: Billigmanns EHC holt gegen Herford nur den Fair-Play-Preis
Neuwied. (PM EHC) Da fuhr Killian Hutt der Schock in die Glieder, als er in der Gästekabine des Neuwieder Icehouses seine Tasche öffnete, die... Neuwied: Billigmanns EHC holt gegen Herford nur den Fair-Play-Preis

Neuwied. (PM EHC) Da fuhr Killian Hutt der Schock in die Glieder, als er in der Gästekabine des Neuwieder Icehouses seine Tasche öffnete, die Schlittschuhe rausholen wollte und die für einen Eishockeyspieler unverzichtbaren Utensilien vergeblich suchte.

Der Torjäger des Herforder EV hatte seine Kufen daheim stehen lassen. Die Rettung kam aus der Kabine gegenüber. Die Neuwieder halfen dem HEV-Angreifer mit dem Ersatzschuhwerk von Patrick Morys in Größe 6,5 aus. Und genau mit diesen unter den Sohlen erzielte der Kanadier zwei Tore, bereitete zwei weitere vor und war damit an allen Treffern der Gäste beteiligt. Der Fair-Play-Preis dieser Begegnung in der Regionalliga-West ging an Neuwied, die drei Punkte sicherten sich die Ice Dragons durch einen verdienten 4:1-Sieg.

So nahm Trainer Carsten Billigmann bei der Pressekonferenz „ziemlich angefressen“ Platz und musste konstatieren: „Wir zeigten kein Körperspiel, hatten Passprobleme im Spielaufbau und entwickelten zu wenig Zug in Richtung des gegnerischen Tores. Heute riefen wir nicht das ab, was wir eigentlich können. Es stand eine andere Mannschaft auf dem Eis.“ Die geriet schon in der zweiten Minute in Rückstand, als Hutt zum ersten Mal Morys‘ Schuhe auf Geschwindigkeit brachte, zwischen den EHC-Verteidigern hindurch entwischte und mit einem Flachschuss zum 0:1 traf.

Neuwied kam partout nicht ins Spiel. Wegen eigener Unzulänglichkeiten, aber auch wegen einer guten Raumaufteilung des Meisters. „Wir standen in der Abwehr sehr gut, haben nicht viel zugelassen und unser Torhüter erwischte einen starken Tag“, freute sich Trainer Jeff Job. Der 0:1-Zwischenstand war nach 20 Minuten genauso leistungsgerecht wie das 1:3 nach 40. Durch Stephan Fröhlich (22.) und Kevin Wilson (23.) kamen die Gastgeber kurz nach der ersten Pause zwar endlich zu ihren ersten guten Möglichkeiten, die aber verpufften. Herford blieb überlegen und erhöhte durch einen Schlagschuss von Guillaume Naud in doppelter Überzahl auf 0:2 (28.). Mehr oder weniger aus dem Nichts fiel dann doch der Anschluss. Dem HEV unterlief hinter dem eigenen Tor einer von wenigen Fehlern, und Jeff Smith verwertete die Vorarbeit von Maximilian Wasser (39.). Genauso überraschend wie das Tor fiel, so kurz bestand auch nur die Hoffnung, jetzt vielleicht den Weg in die Partie gefunden zu haben. 74 Sekunden nach Smiths Jubel legte Damian Martin im Powerplay nach (40.).

Das letzte Drittel war insgesamt noch das beste des EHC, aber aus allen Bemühungen sprang nichts heraus. Vereinzelte Chancen ja, viel häufiger waren die Offensivbemühungen aber zu kompliziert, die Schüsse wurden geblockt oder verfehlten das Ziel. Dass Hutt in der 60 Minute noch ins leere Tor traf, war nur noch für die Statistik interessant und machte die besondere Geschichte mit den Schlittschuhen aus der Kabine gegenüber rund.

Neuwied: Schrörs (Köllejan) – Pering, Hellmann, Apel, D. Schlicht, Neumann, Morys, S. Schlicht – Aminikia, Wasser, Bruns, Fröhlich, Etzel, Wilson, Smith, Asbach, Litvinov, Aulie, Herz.
Herford: Vogel (Pohlmann) – Gehring, Rempel, Martin, Brinkmann, Schürstedt, Hilgenberg, Droick, Naud – Linnenbrügger, Staudt, Unger, Berezovskij, Hutt, Bohle, Nasebandt.
Schiedsrichter: Marcus Hahn.
Zuschauer: 539.
Strafminuten: 16:10.
Tore: 0:1 Killian Hutt (Martin, Hilgenberg) 2‘, 0:2 Guillaume Naud (Hutt) 28‘, 1:2 Jeff Smith (Wasser) 39‘, 1:3 Damian Martin (Hutt, Berezovskij) 40‘, 1:4 Killian Hutt 60‘.

Redaktion

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