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Die beste Eishockey-Liga der Welt steht kurz vor dem Saisonstart. Gelingt den St. Louis Blues die Titelverteidigung oder können Favoriten wie Tampa Bay den... NHL 2019/20: Das sind die Favoriten – und was macht Leon Draisaitl?

Leon Draisaitl – © by Eh.-Mag. (JB)

Die beste Eishockey-Liga der Welt steht kurz vor dem Saisonstart. Gelingt den St. Louis Blues die Titelverteidigung oder können Favoriten wie Tampa Bay den Stanley Cup streitig machen? Dies und mehr verlangt nach einer Saisonvorschau.

Heißer Saisonstart und Blick auf die Quoten

Am 2. Oktober geht es endlich los: Die NHL-Saison 2019/20 startet und wird bis zum 4. April 2020 die Playoff-Teilnehmer auserkoren haben. Der Auftakt gehört dem amtierenden Champions aus St. Louis: Die Blues, die die Championship zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gewinnen konnten, empfangen den Titelträger des Vorjahres, die Washington Capitals, im heimischen Enterprise Center. Mit diesem Highlight zum Start soll die Saison standesgemäß eingeläutet werden und das betrifft nicht nur die Stimmung in den Arenen und vor dem Fernseher, sondern auch die Quoten bei den Sportwetten-Portalen. Spannende, schwer vorhersehbare Spiele sind dort naturgemäß besonders reizvoll und die NHL bedient diesen Bedarf gleich am Anfang.

In diesem Sinne darf der Blick auf die Prognosen der Buchmacher nicht fehlen, wenn es darum geht, die Favoriten für den Stanley Cup auszumachen. Der Titelverteidiger nimmt dabei keine Favoritenrolle ein: Mit einer Quote von 16.00 belegen die St. Louis Blues nur einen Platz im oberen Mittelfeld, als stärkste Kraft wird Tampa Bay Lightning mit 8.00 gesehen. Ebenfalls auf dem Zettel sollten Wett-Fans die Toronto Maple Leafs (10.00), die Vegas Golden Knights (11.00), die Boston Bruins (11.00) und Colorado Avalanche (13.00) haben.

Quotenmäßig liegen somit gleich fünf Teams vor den Blues; gefolgt werden sie von den Dallas Stars (18.00), den Nashville Predators (18.00) und dem Auftaktgegner aus Washington (19.00), der gleichauf mit den Florida Panthers, den Calgary Flames und den San José Sharks liegt.

Wie viel diese Zahlen wert sind, wird sich erst noch zeigen. Alleine der Faktor Verletzungen ist stets ein X-Faktor, der unmöglich vorauszusehen ist und der für völlig neue Bedingungen sorgen kann.

Leon Draisaitl und die Oilers: Endlich als Team erfolgreich?

Auf einen überraschenden Saisonverlauf wird auch Leon Draisaitl hoffen. Der 23-Jährige konnte sich in der NHL etablieren und legte in der vergangenen Spielzeit erneut starke Zahlen auf. Draisaitl ist unangefochtener Stammspieler und kam in allen Spielen zum Einsatz; mehr noch, bedeuteten seine 50 Tore und 55 Vorlagen einen großen Entwicklungssprung, der ihn auf Platz 4 des Scoring-Boards beförderte und dem Durchbruch zum Star-Spieler gleichkam.

Insgesamt schnitten seine Edmonton Oilers trotzdem enttäuschend ab: Mit 35 Siegen aus 82 Spielen landete das kanadische Team gerade einmal auf dem siebten und damit vorletzten Platz der Pacific Division, nur die Los Angeles Kings waren schlechter.

Sowohl für die Ambitionen des Supertalents Draisaitl als auch für die Franchise selbst ist das zu wenig. Die Oilers blicken schließlich auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück: Die 80er-Jahre waren eine goldene Oilers-Ära, von 1984 bis 1990 konnte der Stanley Cup ganze fünfmal gewonnen werden. Geht es nach dem Führungs-Board um General Manager Ken Holland, ist es höchste Zeit, diesen Status wieder zu erreichen, und Leon Draisaitl soll dabei eine tragende Rolle spielen. Dass der gebürtige Kölner bereits in einem Atemzug mit dem legendären Wayne Gretzky genannt wird, passt in diese Planung.

Die jüngere Vergangenheit liest sich umso ernüchternder. 2016/17 ging es zum ersten Mal seit 2006 wieder in die Playoffs, in der ersten Runde setzten sich die Oilers sogar mit 4:2 gegen die Sharks durch, bevor dann im Conference-Halbfinale gegen die Anaheim Ducks Schluss war. Weitere Etappenerfolge sucht man vergebens und dass die Oilers in den beiden Folgejahren wieder weit von den Playoff-Plätzen entfernt waren, spricht nicht gerade für einen Aufwärtstrend.

Draisaitl als Wachstumsbeschleuniger für das deutsche Eishockey?

Milan Lucic
NHL Global Series Challenge
Copyright: Jan Brueggemann, Eishockey Magazin

Hierzulande sorgten Draisaitls Leistungen dennoch für Begeisterung. Und das neben persönlichen auch aus marketingstrategischen Gründen: Der deutsche Eishockey-Sport arbeitet seit Jahren mit Hochdruck daran, die Reichweite zu vergrößern und ein Nationalspieler, der die bekannteste Liga der Welt aufmischt, ist da logischerweise ein starkes Zugpferd.

Zusammen mit weiteren Trends wie NHL-Reisen nach Nordamerika soll die Faszination Eishockey in Deutschland fest verankert werden; als Rivalen sind dabei Basketball und Handball ausgemacht, da der Fußball global unerreichbar ist. Umso spannender ist der Kampf um Platz 2 in der Sportlandschaft, da dieser bereits große Aufmerksamkeit und frisches Geld garantiert.

Der DEB hofft somit auf eine weitere starke Saison Draisaitls, gerne auch mit einem tiefen Playoff-Lauf der Oilers, da starke individuelle Statistiken in einem erfolgreichen Umfeld noch deutlich stärker zur Geltung kommen.

Redaktion

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