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Routine gegen Überraschung Die erste Runde Boston lag in der Serie gegen die Maple Leafs dreimal zurück, gewann dann aber erneut in sieben Spielen... NHL Playoffs 2019 – Kurzvorschau – Runde 2 – Boston Bruins vs. Columbus Blue Jackets

Sergei Bobrovsky, Keeper der Blue Jackets – © by NHL Media via Getty Images

Routine gegen Überraschung

Die erste Runde

Boston lag in der Serie gegen die Maple Leafs dreimal zurück, gewann dann aber erneut in sieben Spielen gegen Toronto. Vor allem in Spiel sechs und sieben zeigten die Bruins eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Beginn der Playoffs und siegten 4:2 und 5:1.

 

Den Columbus Blue Jackets gelang eine der größten Überraschungen in der Geschichte der NHL und der Sportligen Nordamerikas insgesamt. Die Mannschaft von John Tortorella lag nach dem ersten Drittel von Spiel eins bereits mit 0:3 zurück. Doch den Blue Jackets gelang nicht nur in dieser Partie das Comeback, sie konnten die komplette Serie für sich entscheiden. In der abschließenden vierten Begegnung des “Sweeps” wurde der überlegene Hauptrundenerste aus Tampa mit 7:3 aus der Halle geschossen.

 

Der direkte Vergleich

Die Paarung Bruins – Blue Jackets gab es in der bisherigen Geschichte der NHL noch nie.

Für die Blue Jackets ist diese Serie überhaupt die allererste in der zweiten Runde.

 

Boston siegte in zwei von drei Vergleichen in der Hauptrunde, einmal nach Verlängerung. Das Torverhältnis war 12:10.

 

Vorteil Boston

  • 52,2 % Faceoffquote sind der beste Wert der verbliebenen Mannschaften.
  • Das Überzahlspiel von Boston muss sich mit 43,8 % (7/16) nicht hinter dem von Columbus verstecken.
  • 13 Torschützen, davon immerhin sechs die doppelt trafen. Trotz der dominanten ersten Reihe, sind die Bruins bisher kaum ausrechenbar.

 

Vorteil Columbus

  • 4,75 Tore pro Partie sind der beste Wert aller Mannschaften in den Playoffs.
  • Ein Grund für 19 Tore in nur vier Spielen: Das Powerplay liegt bei 50 % (5/10).
  • Nur acht kleine Strafen bedeuten, dass Columbus das fairste Team in der ersten Runde war.

 

Problem Boston

  • Zwei Heimspiele verloren, drei Rückstände in der Serie, sieben Spiele insgesamt. Im Vorjahr war gegen ein ausgeruhtes Tampa die Luft raus. Jetzt warten die ausgeruhten Blue Jackets.
  • Bei 5gg5 war Boston mit 46,21 % xGF das schlechteste Team im Osten.
  • Auch die Schussquote bedeutet bei gleicher Spielerzahl mit 5,56 % das Schlusslicht in der Eastern Conference.

 

Problem Columbus

  • 27 Torschüsse pro Spiel sind die wenigsten aller Playoffteams.
  • Nur 30 hochkarätige Torchancen sind der geringster Wert bisher.
  • 44,63 % Corsi-for sind der zweitschlechteste Wert der Playoffs nach den New York Islanders.

 

Die Prognose

Innerhalb von acht Tagen haben sich die Blue Jackets vom Außenseiter in den Kreis der Titelkandidaten gespielt. Durch den ungewöhnlichen Verlauf in anderen Serien, aber vor allem durch den eigenen 4-0 Erfolg gegen die Lightning ist der Weg zum Stanley Cup auf dem Papier plötzlich wesentlich einfacher geworden. Das gilt allerdings auch für den Gegner aus Boston. Eines der beiden Teams erreicht jedoch nicht einmal die Finalserie im Osten. Für die Bruins spricht eindeutig der Faktor Erfahrung. Columbus konnte vor diesen Playoffs noch nie eine Serie gewinnen. Doch scheinbar hat John Tortorella für den umgebauten Kader rechtzeitig zur Endrunde genau die richtige Balance gefunden zu haben. Die Trefferquote spricht allerdings dafür, dass Columbus irgendwann zur Normalität zurückkehren wird. Wie reagiert das Team auf Niederlagen? Die Bruins könnten wiederum durch eine lange Serie gegen Toronto geschwächt sein. Am Ende reicht die Kraft aber noch. Boston siegt in sieben Spielen.

(Lars Mahrendorf)

Redaktion

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