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Nürnberg (STM) Die Thomas Sabo Ice Tigers bezwingen die Eisbären Berlin vor 6080 Zuschauern nach einem packenden Eishockeyspiel mit 5-3 und können somit nach... Nürnbergs  Daniel Fischbuch mit Hattrick gegen seinen Ex-Klub

Daniel Fischbuch nach seinem Tor zur 4:1-Fuehrung
Foto: ISPFD

Nürnberg (STM) Die Thomas Sabo Ice Tigers bezwingen die Eisbären Berlin vor 6080 Zuschauern nach einem packenden Eishockeyspiel mit 5-3 und können somit nach der Niederlage vom Freitag in Straubing drei Pluspunkte an diesem Wochenende verbuchen.

Die Treffer für die Ice Tigers erzielten Alanov, Eder und Daniel Fischbuch, der gegen seinen ehemaligen Verein einen Hattrick erzielte. In der kompletten letzten Saison als Eisbär waren Fischbuch gerade einmal ganze zwei Tore vergönnt.

Die Ice Tigers haben somit den letzten rechnerischen Zweifel am Erreichen der ersten Play-off-Runde beseitigt. Durch den heutigen Sieg gegen die Eisbären Berlin sind die Nürnberger sicher unter den ersten zehn Teams der DEL, in den restlichen Spielen geht es darum, sich das wichtige Heimrecht zu sichern, oder im bestenfalls noch Platz sechs zu erreichen.

Nach dem eher dürftigen Auftritt am Freitag in Straubing, bei dem die Ice Tigers nie so richtig in die Partie gefunden hatten um am Ende verdient ohne Punkte die Heimreise antreten mussten, hatte sich Kurt Kleinendorst dazu entschlossen, sein stürmendes Personal zu verändern. Grund dazu hatte er reichlich, außer der schönen Einzelleistung von Jack Skille beim einzigen Tor der Ice Tigers am Pulverturm, hatte die Nürnberger Offensive viel Luft nach oben.

So ersetzte Austin Cangelosi nach langer Verletzungspause den leicht angeschlagenen Philippe Dupuis, Eugen Alanov spielte für Joachim Ramoser und für Tim Bernhardt kehrte Max Kislinger in den Kader zurück. Auch in der Verteidigung änderte Kleinendorst etwas, Tom Gilbert bekam den Platz von Kevin Schulze, im Tor bekam abermals Niklas Treutle den Start. Vor dem Spielbeginn wurde noch Chad Bassen für sein 800. Spiel in der DEL ausgezeichnet.

Im Spiel erwischten die Ice Tigers einen nahezu perfekten Start. Daniel Fischbuch fälschte einen Schuss von Weber von der blauen Linie gekonnt ab und brachte die Hausherren früh in Führung (2.). Auch in der Folgezeit waren die Ice Tigers das aktivere Team, Oliver Mebus verzog knapp am langen Eck (9.). ehe die Gäste durch Landon Ferraro das erste Mal gefährlich vor das Tor kamen (10.). Wenig später war es Andre Rankel, der Treutle mit einem verdeckten Schuss aus dem Handgelenk prüfte (11.). Auch kurz vor Drittelende war Treutle zur Stelle, als Aubry direkt von Strafbank kommend sein Glück versuchte (20.).

Anders als in den letzten Heimspielen gelang es den Ice Tigers zum Glück, die gute Leistung aus den ersten zwanzig Minuten mit ins zweite Drittel zu transportieren. Die Ice Tigers wirken konzentriert, waren engagiert in den Zweikämpfen und trafen zum richtigen Zeitpunkt. Nach einem feinen Pass von Skille machte sich Eugen Alanov alleine auf die Reise und überwand Pogge mit einem platzierten Schuss in die kurze Ecke (24.). Berlin zeigte sich unbeirrt vom zweiten Gegentreffer und spielte weiter munter nach vorne, scheiterte aber immer wieder am starken Niklas Treutle.

Nach einer schlechten Entscheidung von Alanov im eigenen Drittel hatte Aubry die beste Chance der Eisbären auf den Anschlusstreffer, aber Treutle hatte wieder das bessere Ende für sich (32.). In der engen Phase sorgte Andy Eder mit dem dritten Treffer der Ice Tigers an diesem Nachmittag wieder für etwas Entspannung. Im Powerplay behielt Fischbuch die Übersicht und bediente den völlig freistehenden Eder, der mühelos zum 3-0 vollendete (37.).

Trainer Kurt Kleinendorst (N)
Foto: ISPFD

Im Schlussdrittel galt es für die Ice Tigers, die Offensivbemühungen der Eisbären weiter zu unterbinden, was zunächst nur bedingt gelang. Im Powerplay belohnten sich die Gäste aus der Hauptstadt und kamen zum ersten Treffer. Pierre Labrie stand genau richtig im Slot und drückte einen Abpraller von Treutle zum 3-1 über die Linie (46.). Die Ice Tigers brachte das Tor der Eisbären nicht auf dem Konzept, ganz im Gegenteil. Will Acton scheiterte zunächst am Pfosten (48.), ehe Daniel Fischbuch den alten Abstand wiederherstellte.

Gekonnt nahm der Topscorer der Ice Tigers einen Pass von Reimer mit, lief alleine auf Pogge zu und schob dem Torhüter der Eisbären den Puck in aller Ruhe durch die Beine (49.). Es spricht für die gute Moral der Eisbären, dass sie auch den erneuten Rückschlag gut wegsteckten und nur wenig später erneut verkürzen konnten. Landon Ferraro war für das zweite Berliner Tor verantwortlich (53.). Und es kam noch besser für die Gäste, wieder war es Ferraro, der ganz genau zielte und die Eisbären mit dem 4-3 endgültig zurück ins Spiel brachte (56.).

Mit einem sechsten Feldspieler drängten die Gäste auf den Ausgleich, aber Daniel Fischbuch sorgte mit seinem dritten Treffer für die endgültige Entscheidung an einem spannenden Nachmittag (59.).

Sichtlich zufrieden war demnach auch Kurt Kleinendorst im Anschluss. „Es war ein tolles Eishockeyspiel von beiden Seiten, hart umkämpft. Wir mussten schon vor dem Spiel, dass wir nur gewinnen können, wenn wir härter arbeiten als die Eisbären und das ist uns heute gelungen. Es war eine Leistung des gesamten Teams, ich konnte mich auf jeden einzelnen Spieler verlassen, jeder hatte seinen Anteil am Sieg. Ich bin sehr glücklich, dass wir einen Weg gefunden haben, so einen starken Gegner zu bezwingen“, so Kleinendorst.

Auch Gästecoach Serge Aubin war trotz der Niederlage nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Es war heute sehr umkämpft. Wir hatten keinen guten Start mit dem frühen Gegentor und auch im Mitteldrittel haben die Ice Tigers unsere Fehler sofort bestraft. Aber ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung und unserem Spiel in den letzten zwanzig Minuten, wir waren nahe am Ausgleich, aber leider hat es heute dann nicht zu Punkten gereicht“, so das Fazit von Aubin.

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