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Bern (AR). Seit der Saison 2016/17 steht der 59-jährige Finne Kari Jalonen an der Bande des amtierenden Schweizer Eishockeymeisters SC Bern.   Wir sprachen... SC Bern Head Coach Kari Jalonen im Gespräch: „Teamgeist ist das Wichtigste!“

Kari Jalonen (Bern). Photo: GEPA pictures/ Markus Fischer

Bern (AR). Seit der Saison 2016/17 steht der 59-jährige Finne Kari Jalonen an der Bande des amtierenden Schweizer Eishockeymeisters SC Bern.

 

Wir sprachen mit ihm über die verhältnismäßig junge Spielzeit 2019/20, die Stimmung in der PostFinance-Arena zu Bern, den Unterschied zwischen der finnischen und eidgenössischen Puckszene und vieles mehr.

 

Herr Jalonen, die Saison 2019/20 ist noch jung. Dennoch verzeichnete Ihr Team eine kleine Hängephase. Ist es müßig, die Gründe zu erörtern oder ist es aufgrund der Dichte des Programms im Grunddurchgang nahezu unmöglich, dass ein Kollektiv konstant sehr gut spielt?

Kari Jalonen: Die Saison hat eben erst begonnen. Jedes Jahr müssen wir mit dem neu zusammengestellten Team einen neuen Prozess erstellen. Wir müssen lernen, zusammen zu gewinnen, wir müssen aus den Fehlern lernen, die wir in Spielen machen, und wir müssen zusammenwachsen. Wir brauchen alle Erfahrungen aus der National League, der CHL und dem Swiss Cup zusammen, um wachsen zu können.

 

Ihre Heimstätte ist die PostFinance-Arena zu Bern. Über 16.000 Fans pilgern zu den Heimspielen. Können Sie mit einigen Worten die Emotionen beschreiben, die bei solchen Begegnungen entstehen und warum ist die Berner Eishalle die Schönste auf der Welt?

Kari Jalonen: Die Stimmung in der PostFinance-Arena ist unglaublich. Die vielen Fans und das Team zusammen machen die Spiele an jedem Abend zu etwas Besonderem.

 

Welche Parallelen erkennen Sie, wenn sie das finnische mit dem eidgenössischen Eishockey vergleichen? Gibt es auch einige Unterschiede oder zeichnet sich die Puckszene der beiden Nationen durch ähnliche Strukturen und Lehrmethoden aus?

Kari Jalonen: Es gibt keinen großen Unterschied zwischen finnischem und schweizerischem Eishockey. In beiden Ligen sind Intensität, Kampfstärke und taktische Vorbereitung auf hohem Niveau. Der größte Unterschied zwischen den Ländern ist die Anzahl der registrierten und lizenzierten Spieler. Es gibt ein gutes Entwicklungsniveau im Schweizer Juniorenhockey, um Spieler in unsere National League, die Nationalmannschaft und sogar in die NHL zu bringen.

 

Kari Jalonen (Bern). Photo: GEPA pictures/ Markus Fischer

Was dürfen wir über Ihre Spielphilosophie in Erfahrung bringen? Sind Sie eher ein defensiv orientierter Trainer oder bevorzugen Sie lieber ein offensiv ausgerichtetes Spiel?

Kari Jalonen: Die Hauptaufgabe des Trainers ist es, Spieler zu entwickeln und ihre Fortschritte als Individuen zu fördern. Ziel ist es, den inneren Antrieb eines Individuums zu beleuchten. Die Spieler müssen die Grundprinzipien des Hockeys und des Teamspiels verstehen. Mein Motto lautet: Guter Mensch, guter Athlet und guter Spieler.

 

Wie wichtig ist eine gute Stimmung im und um das Team, wenn es darum geht ein gutes Training zu leiten und in der Folge ein gutes Spiel zu sehen? Weshalb ist es immer wichtig, 100 Prozent zu geben und mit einer Gier und voller Energie aufzulaufen?

Kari Jalonen: Teamgeist ist das Wichtigste in einer Eishockeymannschaft. Wie gut wir zusammenarbeiten können, das macht am Ende den Unterschied. Jeder hat den Willen zu gewinnen, aber der Wille, sich auf Siege vorzubereiten, ist wichtiger.

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