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Ravensburg. (PM Towerstars) Die Ravensburg Towerstars mussten am Freitagabend vor rund 2900 Zuschauern eine 2:4 Heimniederlage gegen Bietigheim einstecken. Zwar stemmten sich die Ravensburger... Towerstars gegen Bietigheim nicht effektiv genug / Maxi Kolb bleibt

© by Kim Enderle / Towerstars Media

Ravensburg. (PM Towerstars) Die Ravensburg Towerstars mussten am Freitagabend vor rund 2900 Zuschauern eine 2:4 Heimniederlage gegen Bietigheim einstecken.

Zwar stemmten sich die Ravensburger Cracks nach dem Anschlusstreffer im Schlussabschnitt noch einmal aufopferungsvoll gegen die Niederlage, die Hypothek eines frühen Rückstands wog am Ende jedoch zu schwer.

Die Startminuten der Partie gestalteten sich auf beiden Seiten etwas holprig. Bereits nach einer Minute mussten beide Mannschaften je einen Spieler auf die Strafbank entsenden, die Hauptschiedsrichter wollten offensichtlich schon früh ein Zeichen setzen.

Nach rund drei bis vier Minuten lief die Partie dann doch flüssiger, hiervon profitierten zunächst die Steelers. In der 7. Spielminute zog Ex-Towerstars Stürmer Frederik Cabana über links vor das Ravensburger Tor und ließ Michael Böhm mit einem Schuss über die rechte Schulter wenig Chancen.

So hatten sich das die Ravensburger Cracks freilich nicht vorgestellt und es lief auch danach alles andere als rund. Viele Angriffe verhakten sich schon in der neutralen Zone, hinzu kam eine Strafzeit gegen Sören Sturm in der 10. Minute. Das daraus resultierende Überzahlspiel nutzten die Gäste gnadenlos aus, Zientek verwertete einen Nachschuss völlig frei zum 0:2.
In der Schlussphase des ersten Spielabschnitts eröffnete sich eine sehr gute Chance zum Anschlusstreffer, als diesmal die Gäste-Strafbank besetzt war – und dies gleich doppelt. Zwar kamen die Towerstars durch Andreas Driendl und auch David Zucker zu Einschussmöglichkeiten, doch Ilja Sharipov im Steelers Tor parierte.

Kurz vor Ende des ersten Drittels kassierten die Towerstars noch eine Strafzeit, die nach eineinhalb Minuten im Mittelabschnitt vorzeitig beendet wurde. Das Powerplay der Steelers lief schnell und präzise, den scharfen Querpass an den rechten Pfosten brauchte Shawn Weller hinter dem Rücken von Michael Boehm nur noch zum ernüchternden 0:3 ins leere Tor schieben.

Die Towerstars reagierten mit einer sichtbaren Trotzreaktion. Die Pässe liefen schneller durch die neutrale Zone und das zuvor problematische „Klein-Klein“ vor dem gegnerischen Tor wich früheren Abschlussversuchen. Der damit verbundene Druck auf das gegnerische Tor wurde prompt belohnt. In der 29. Minute lenkte David Zucker einen präzisen Pass von Andreas Driendl zum 1:3 Anschlusstreffer ins Netz.

Jetzt waren die Towerstars offensichtlich im Spiel. Nur eine halbe Minute nach dem ersten Erfolgserlebnis hämmerte Daniel Schwamberger den Puck per Direktabnahme an die Latte, Sekunden später scheiterte Julian Kornelli aus zwei Metern an Ilja Sharipov.

Die Towerstars hatten sich jetzt einige spielerische Vorteile erkämpft, doch vor dem gegnerischen Tor waren die Gäste definitiv effektiver. Drei Minuten vor der zweiten Pause wurde Dennis Swinnen beim Lauf durch das Angriffsdrittel nicht energisch genug angegriffen. Der Abschlussversuch mit der Rückhand prallte von der Beinschiene von Michael Boehm direkt vor den Schläger von Rene Schoofs und der schloss konsequent zum 1:4 ab. Für das Schlussdrittel waren das natürlich alles andere als Hoffnung erweckende Aussichten.

Im Schlussabschnitt rackerten die Oberschwaben aufopferungsvoll, um möglichst schnell den Anschluss zu schaffen. Doch die Steelers standen kompakt in der Defensive, zudem fehlte vor dem gegnerischen Tor die letzte Konsequenz. So glitt den Gastgebern die Zeit mehr und mehr durch die Finger, bis zur 54. Minute doch wieder etwas Hoffnung aufkam. Daniel Schwamberger verkürzte mit energischem Nachsetzen auf 2:4.

Noch waren rund fünf Minuten zu spielen, doch mehr gelang den Oberschwaben an diesem Abend nicht mehr. Einziger Trost: Die Verfolger ließen am selben Abend ebenfalls Punkte liegen, Frankfurt erntete aber einen Punkt nach Penaltyschießen in Bad Tölz. Bei 2 Punkten Vorsprung auf Rang 2 kommt es am Sonntag in Frankfurt zum direkten Duell um die Tabellenführung der DEL2.

Tore: 0:1 06:39 Frédérik Cabana (Norman Hauner) 0:2 10:53 Benjamin Zientek (Willie Corrin, 5:4) 0:3 21:31 Shawn Weller ( Frédérik Cabana , Marcus Sommerfeld, 5:4) 1:3 28:57 Zucker (Driendl ) 1:4 36:56 René Schoofs (Dennis Swinnen) 2:4 53:44 Schwamberger (Kolb).
Strafminuten: Ravensburg 10, Bietigheim 14.
Zuschauer 2868.

Maximilian Kolb verlängert bis 2020

Max Kolb – © by Kim Enderle / Towerstars Media

Die Ravensburg Towerstars haben mit der Vertragsverlängerung von Maximilian Kolb bereits für das Team zur nächsten Saison 2019/20 einen personellen Grundstein in der Abwehr gelegt.

Der 21-jährige Verteidiger wechselte zur Saison 2015/16 vom Oberligisten Sonthofen nach Ravensburg. Parallel zu seiner Ausbildung zum Industriekaufmann beim Towerstars Hauptsponsor CHG-Meridian erarbeitete er sich mit Talent und nicht zuletzt Ehrgeiz alsbald den Anspruch auf Eiszeiten. Inzwischen spielt der gebürtige Füssener eine solide Rolle an der Seite von Ondrej Pozivil in der ersten Defensivreihe.

„Der primäre Grund zur Entscheidung war, dass ich mich in den letzten drei Spielzeiten stetig weiterentwickeln konnte. Ich bekomme Jahr für Jahr mehr Eiszeiten und Verantwortung und werde wertgeschätzt“, sagt Maximilian Kolb zu den Hintergründen der Vertragsverlängerung. „Dazu kommt, dass ich mich mit den Ansprüchen und Zielen der Towerstars sehr gut identifizieren kann. Ich fühle mich sehr wohl hier in der Stadt und den Menschen, die mit mir zusammenarbeiten“, ergänzt der 1,88 Meter große Verteidiger.

Auch Towerstars Coach Jiri Ehrenberger sieht in der Vertragsverlängerung die Bestätigung guter Leistung, klaren Zielen und Zuverlässigkeit. „Max ist einer von wenigen jungen deutschen Verteidigern, die in der DEL2 auch einen Stammplatz haben“, betont Jiri Ehrenberger. „Ich bin sicher, dass er sich noch weiter entwickeln und für höhere Aufgaben empfehlen wird, wenn er sich nach Ende der Berufsausbildung im Frühsommer dann voll auf das Eishockey konzentrieren kann“, ergänzt der Trainer.

Redaktion

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