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Ravesburg. (PM Towerstars) Das baden-württembergische Duell der Towerstars gegen die Bietigheim Steelers hat am Freitagabend wieder einmal hochklassiges Eishockey geboten. Leider musste sich das... Towerstars: Starkes Spiel, viele Chancen, ,magerer Ertrag

© by Kim Enderle Towerstars Media/PR

Ravesburg. (PM Towerstars) Das baden-württembergische Duell der Towerstars gegen die Bietigheim Steelers hat am Freitagabend wieder einmal hochklassiges Eishockey geboten.

Leider musste sich das Team von Coach Tomek Valtonen trotz drückender Überlegenheit über rund zwei Spieldrittel letztlich mit nur einem Punkt zufriedengeben.

Beide Teams ließen die Scheibe von Beginn an gut in den eigenen Reihen laufen, wirklich torgefährliche Situationen blieben aber zunächst aus. Gerade als die Towerstars sich dann ein optisches Übergewicht heraus gespielt hatten, platzte der Führungstreffer der Gäste dazwischen. Einen der bis dahin wenigen Puckverluste in der neutralen Zone nutzte Dennis Swinnen eiskalt aus und schloss den pfeilschnellen Angriff zum 0:1 ab.

Brenzlig wurde es für die Towerstars, als Robin Just nur 16 Sekunden nach dem Anspielbully auf die Strafbank musste und die Steelers damit die nächste Chance auf den Ausbau der Führung bekamen. Die Unterzahlformationen der Towerstars standen allerdings gut, die Gäste kamen nie wirklich in Aufstellung. Vier Minuten später eröffnete sich den Towerstars eine Powerplay-Situation und dies sogar doppelt. Das Überzahlspiel lief druckvoll und immer wieder zog sich die Schlinge der Kombinationen enger um das Tor, es fehlte aber die Präzision im Abschluss. Allerdings nur bis zur 15. Minute, dann hatte Jeff Hayes endlich freie Schussbahn und traf zum 1:1. Zu diesem Zeitpunkt war die erste Strafzeit gegen Bietigheim abgelaufen.

Die Towerstars hatten auch danach klar mehr vom Spiel und rissen drei Minuten vor der ersten Pause schon die Arme jubelnd nach oben. Die entschlossene Geste von Hauptschiedsrichter Ulpi Sicorschi signalisierte allerdings sofort, dass der Treffer nicht zählte. In der Annahme, dass Steelers-Torhüter Stephon Williams die Scheibe sicher hatte, war im Moment des Schusses von Thomas Merl das Spiel bereits abgepfiffen.

Der zweite Abschnitt zeigte dann ein Spieldrittel, das die Towerstars klar dominierten und vor allem ein Akteur in den Brennpunkt rückte: Steelers Goalie Stephon Williams. Sicherlich fehlte den Towerstars in so mancher Situation die Genauigkeit beim finalen Pass auf den freistehenden Teamkollegen, in den allermeisten Fällen zeigte Williams allerdings gutes Stellungsspiel und starke Reflexe. Auf der Gegenseite war Towerstars Torhüter Olafr Schmidt selten geprüft, nur während eines Unterzahlspiels in der 36. Minute tauchten Steelers Spieler teils brandgefährlich vor dem Ravensburger Tor auf. Letztlich ging es mit dem Fußballergebnis von 1:1 in die zweite Drittelpause.

Aufgrund einer Strafzeit kurz vor Ende des zweiten Abschnitts starteten die Gastgeber in numerischer Überzahl. Doch hier schien das gegnerische Tor genauso vernagelt, wie während der Überzahlspiele danach. Dass Bietigheim immer wieder Strafzeiten ziehen musste, unterstrich den Druck der Towerstars. Quer durch alle Ravensburger Sturmreihen eröffneten sich Chancen am laufenden Band, doch wieder gab es an Steelers Keeper Williams kein Vorbei.

Die Schlussphase dieses Top-Spiels zog dann alle Register von Spannung und Dramatik. Nach einem regelrechten Feuerwerk an Schüssen auf das gegnerische Tor musste Kilian Keller wegen eines Stockschlags auf die Strafbank. Das Penaltykilling der Oberschwaben arbeitete effektiv, doch gerade als der Ravensburger Verteidiger zurück ins Spiel eilte, schlug die Scheibe im rechten Torwinkel ein. Tim Schüle kam aus der Halbdistanz zum Schuss, Olafr Schmidt sah die Scheibe zu spät und hatte keine Chance.

Bietigheim lag drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit 1:2 in Front, die Schockwirkung der Towerstars hielt sich jedoch in Grenzen. Sie warfen alles in die Waagschale, drückten vehement und nahmen zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den Torhüter vom Eis. 79 Sekunden vor der Schlusssirene wurden alle Bemühungen dann endlich belohnt. Ein Schuss von Sören Sturm wurde abgeblockt und der Puck segelte über den Steelers Torhüter hinweg. Dieser schob den Puck beim Rettungsversuch dann vollends über die Linie – der hochverdiente 2:2 Ausgleich.

Nachdem den Towerstars in der Schlussminute bei weiteren Großchancen das Glück erneut nicht hold war, ging es in die Overtime. Da keines der beiden Teams in den fünf Minuten ein Treffer gelang, musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Alle sechs Anläufe im ersten Durchgang wurden vergeben, dann traf Benjamin Zientek in Runde 2. Thomas Merl, der als vierter Schütze für die Towerstars anlief, setzte den Schuss zu hoch an und das Spiel war entschieden.

Redaktion

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