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U18-Frauen: Erneute Niederlage im Penaltyschießen U18-Frauen: Erneute Niederlage im Penaltyschießen
München. (PM DEB) Die deutsche U18 Frauen-Nationalmannschaft verliert auch ihr zweites Spiel beim 4-Nationen-Turnier in St. Gallen (Schweiz) mit 0:1 (0:0/0:0/0:0/0:0/0:1) nach Penaltyschießen gegen... U18-Frauen: Erneute Niederlage im Penaltyschießen

München. (PM DEB) Die deutsche U18 Frauen-Nationalmannschaft verliert auch ihr zweites Spiel beim 4-Nationen-Turnier in St. Gallen (Schweiz) mit 0:1 (0:0/0:0/0:0/0:0/0:1) nach Penaltyschießen gegen Russland.

Der erste Wechsel des Spiels gehörte den Russinnen, doch bereits in der zweiten Spielminute konnte die deutsche Mannschaft die ersten Chancen auf das russische Tor verbuchen. Thea Bartell zog aus dem Slot ab, Pauline Gruchot verpasste den Nachschuss knapp. Ein paar Sekunden später schoss Alina Leveringhaus vom äußeren Bullykreis ab, ihr Schuss landete aber abgefälscht im Fangnetz. Dreieinhalb Minuten waren gespielt, da nahm eine deutsche Strafe den Wind aus den deutschen Angriffsbemühungen. Doch auch wie gestern machte die deutsche Unterzahlformation ihre Sache sehr gut und Lilly Uhrmann im Tor zeigte zweimal ihr ganzes Können, als sie in höchster Not rettete. Nach Ablauf der Strafe brauchte das deutsche Team einen kurzen Moment ins Spiel zurückzufinden. Dann war es Lola Liang, die in der achten Minute mit einem Schuss ans Außennetz für eine kurze Atempause im mitgereisten deutschen Fanlager sorgte. Franziska Klinger und Fine Raschke hatten im Anschluss zweimal Chancen von der blauen Linie, die aber noch nicht zwingend genug waren. 10:55 zeigte die Uhr an, da bot sich der deutschen Mannschaft die erste Powerplaychance in diesem Spiel. Es dauerte eine gute Minute, bis die Formation sicher stand. Ein Hammer von der blauen Linie, abgefeuert von Heidi Strompf, schlug nur wenige Zentimeter neben dem Tor an der Bande ein. So liefen die letzten Sekunden der Strafe ohne weitere Chancen herunter. Gerade wieder komplett, konnte die russische Mannschaft den nächsten Angriff auf das deutsche Tor fahren, Uhrmann entschärfte den abgefälschten Schuss aber ohne Probleme. Die deutsche Mannschaft spielte weiter gut mit, hielt die Russinnen vom eigenen Tor fern und verlagerte das Spiel ein ums andere Mal ins gegnerische Drittel. Zwei Minuten vor Schluss musste die DEB-Auswahl nochmal eine Strafzeit hinnehmen, bei der folgenden Unterzahl half zweimal der Pfosten. Die Strafe war noch nicht vollständig abgelaufen, da wurde nochmal eine doppelte Strafzeit gegen das deutsche Team ausgesprochen, das sich aber durch großen Kampf mit dem 0:0 in die Pause rettete.

Die restliche Unterzahl spielte die DEB-Auswahl auch im zweiten Drittel konzentriert zu Ende und schaltete danach direkt wieder auf Angriff. Katarina Jobst-Smith prüfte Eva Gubareva im Kasten der Russinnen, konnte sie aber nicht überwinden. In der 36. Spielminute jubelten die deutschen Fans bereits, beim Schuss von Nina Christof hatte der Puck die Torlinie aber noch nicht zur Gänze überquert. Das deutsche Team konnte in den Folgeminuten auf eine starke Defensivarbeit und eine souveräne Uhrmann im Tor vertrauen. Eigene deutsche Angriffsversuche waren zur Mitte des Spiels eher selten zu sehen. Franziska Klinger brachte eine der wenigen deutschen Chancen zum gegnerischen Tor, Jule Schiefer fälschte ab, doch die Scheibe sprang an den Schoner der russischen Torfrau, die ihn danach sichern konnte. Dreißig Sekunden später war es wiederum Schiefer, die einen deutschen Angriff mit einer Torchance abschloss. Verwerten konnte sie ihren Versuch aber nicht. Knapp vier Minuten vor der Pausensirene leistete sich die deutsche Hintermannschaft einen Stellungsfehler, eine Russin schlüpfte durch, verzog ihren Schuss aber deutlich. In den letzten Minuten bis zur Pause kamen die deutschen Mädels ihrerseits wieder zu mehreren Chancen, die aber insgesamt noch nicht zwingend genug waren. Sie setzten ihre Gegnerinnen aber vermehrt unter Druck und konnten so das 0:0 wieder mit in die Pause nehmen.

Das letzte Drittel dieser Partie begann mit einem deutschen Powerplay. Die Schützlinge vom Trainerduo Tommy Kettner und Franziska Busch taten sich aber schwer in die Aufstellung zu kommen, wurden immer wieder von den Russinnen unter Druck gesetzt und so lief die Strafe herunter, ohne dass Chancen erarbeitet werden konnten. Auch in der Folge spielte sich das Geschehen hauptsächlich im deutschen Drittel ab. Neunundvierzig Minuten waren gespielt, da bot sich eine identische Situation zu jener, die im Spiel gegen die Schwedinnen zum 2:2 Ausgleich geführt hatte. Uhrmann konnte nur abprallen lassen, eine Russin nahm den Puck per Volley aus der Luft, diesmal trudelte die Scheibe aber knapp am deutschen Tor vorbei. Ein ums andere Mal setzten die Russinnen das deutsche Tor massiv unter Druck, doch die deutsche Abwehr hielt stand. Acht Minuten vor Schluss nochmal die Chance auf ein Powerplay. Die Überzahl war zur Hälfte abgelaufen, da zog die deutsche Mannschaft seinerseits eine Strafe. Bei Vier-gegen-Vier war nun Platz auf dem Eis. Den nutzten die Russinnen und fuhren wieder einen Angriff nach dem anderen auf das deutsche Tor. Die Russinnen waren gerade wieder komplett, da bot sich die Chance auf einen Konter. Katarina Jobst-Smith startete durch, erreichte den Pass von Jule Schiefer aber trotz Hechtsprung nicht mehr. Die letzten Sekunden der Unterzahl spielte die deutsche Mannschaft diszipliniert herunter. Es brachen nun die letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit an. Russland machte weiter Druck, fuhr Angriff um Angriff. Doch die DEB-Auswahl hielt dagegen und schaffte es die Scheibe vom eigenen Tor fernzuhalten. So blieb es beim 0:0 nach sechzig Minuten und es ging zum zweiten Mal im Turnier in die Overtime.

Diese begann gleich mit einer Strafe gegen die deutsche Mannschaft. Doch die Unterzahlformation stand gut, blockte Schüsse weg und konnte sich immer wieder befreien. So lief die Strafe ohne nennenswerte Torchance der Russinnen von der Uhr. Bis zum Ablauf der Verlängerung konnten zwar beide Mannschaften Szenen vor dem gegnerischen Gehäuse verbuchen, ein Tor wollte aber nicht mehr fallen und so musste erneut das Penaltyschießen für die Entscheidung sorgen. Und es wurde wieder ein Krimi und Torwartduell.

Russland eröffnete, verfehlte das Tor aber weit. Für die deutsche Mannschaft lief Christof an, verlud die russische Torfrau, brachte den Puck durch ihre Geschwindigkeit aber nicht mehr im leeren Tor unter. Da Lilly Uhrmann auch den zweiten russischen Penalty hielt, war es an Katarina Jobst-Smith vorzulegen. Doch auch sie scheiterte an der gegnerischen Torfrau. Da Lilly Uhrmann auch gegen die dritte russische Schützin rettete, war bis dato noch keine Entscheidung gefallen. Aber auch die dritte deutsche Schützin, Lola Liang, vergab ihren Versuch. Alina Leveringhaus eröffnete das Eins gegen Ein Schießen, sie vergab aber. Doch auch Lilly Uhrmann blieb cool und sicherte eine weitere Runde für die deutsche Mannschaft. Erneut lief Nina Christof an und wieder verfehlte sie nur um Millimeter. Russland konnte jetzt den Sack zumachen. Doch Lilly Uhrmann hatte etwas dagegen. Im Spagat und mit ausgestreckter Fanghand fischte sie die Scheibe aus der Luft. Fine Raschke setzte ihren folgenden Versuch an den Schlägerknauf der russischen Torhüterin. Da Polina Luchnikova ihren Penalty eiskalt verwandelte, entschied sie die Partie mit 1:0 für die russische Mannschaft.

Viona Harrer, U18 Frauen-Assistenztrainerin: „Die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben sehr gut umgesetzt und über 65 Minuten eine geschlossenen und konzentrierte Mannschaftsleistung gezeigt. Mit Lilly Uhrmann hatten wir heute einen sehr starken Rückhalt im Tor. Nun gilt es sich gut zu regenerieren und den Fokus auf das morgige Spiel zu richten, um die volle Punkteausbeute zu holen.“

Deutschland: Uhrmann (Disl) – Raschke (A), Klinger (C); Hark, Schiefer, Jobst-Smith – Strompf, König/Badura; Bartell, Christof, Leveringhaus – Heinz, Merkle; Fiedler, Gruchot (A), Miller – Cyrulies, Sterzik, Liang

Tore: 0:1 Polina Luchnikova (Penalty)
Strafminuten: Deutschland 12 – Russland 6
Zuschauer: 45

Redaktion

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