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Ostrava. (MR) Im letzten Spiel der Vorrunde musste Deutschland sich mit Russland messen, das – erstaunlicherweise – punktgleich ebenfalls am Ende der Tabelle festhing.... U20 WM: Das Wunder ist ausgeblieben – Deutschland verliert 1:6 gegen Russland
Russland bejubelt einen weiteren Treffer - © by Eh.-Mag. (DR)

Russland bejubelt einen weiteren Treffer – © by Eh.-Mag. (DR)

Ostrava. (MR) Im letzten Spiel der Vorrunde musste Deutschland sich mit Russland messen, das – erstaunlicherweise – punktgleich ebenfalls am Ende der Tabelle festhing.

Nach dem unerwarteten Punktgewinn Tschechiens im Spiel gegen die USA standen vor diesem letzten Spiel Deutschland und Russland mit jeweils einem Sieg und drei Punkten auf den Plätzen 4 und 5. Deutschland müsste nur die Russen schlagen, während im Abendspiel die Kanadier keinen Punkt an Tschechien verschenken. Oder Deutschland zumindest heute einen Punkt mehr holen als die Tschechen. Dann hätte vielleicht sogar Russland das Nachsehen und müsste nachsitzen, um die Klasse zu halten, während Tschechien und Deutschland gerettet wären…. Dass es nicht unmöglich wäre, hatte ja das 4:3 im Auftaktspiel CZE – RUS gezeigt. Aber da bekanntlich „Hätte“, „Wäre“ und „Wenn“ nicht mitspielen, und „wichtig ist auf dem Eis“, war dieser Traum schnell ausgeträumt. Russland stand also noch mehr unter Druck als Deutschland, wollte man dieser Blamage entkommen. Zwar hatte das Team von Tobias Abstreiter zu Beginn die eine oder andere Möglichkeit, schnell aber zeigte sich der Favorit um einiges abgeklärter. Zwei Male Marchenko stellte auf 2:0 für Russland bis zur ersten Pause.

Deutschland bekommt kaum Zugriff auf das Spiel

Im mittleren Drittel sah zwar das Powerplay Deutschlands über weite Strecken gut aus, und erneut die Reihe der Gitterträger machte Alarm, doch die Bemühungen allein genügten nicht. Dass die junge Sbornaja in der zweiten Drittelhälfte gleich drei Treffer in Überzahl erzielen konnte, war einfach der Tatsache geschuldet, dass die Deutschen mit den technischen Finessen der Russen nicht mitkamen und dann zu etwas unlauteren Mitteln greifen mussten (und nicht etwa, weil es auf der Strafbank so schön ist). An Hendrik Hane, der erneut den Vorzug im Tor bekommen hatte, lag der 0:5 Rückstand zum zweiten Seitenwechsel sicher nicht, im Gegenteil hatte er noch manches Ding rausgefischt und das Zwischenergebnis moderat gehalten. Er war dann auch ziemlich sauer, dass seine Vorderleute den Russen oftmals zu viel Raum ließen. Abstreiter hatte ein Einsehen und schonte Hane im Schlussabschnitt. Doch auch Ancicka musste direkt nach Wiederbeginn hinter sich greifen. Mit diesen 6 Toren auf der Habenseite nahmen die roten Doppeladlerträger Tempo aus dem Spiel – um jetzt etwas langsamer Katz und Maus mit Deutschland zu spielen. Wer auch immer sich versuchte – Peterka, Stützle, Brune, Valenti – irgendetwas war immer im Weg. Ca. 20 Deutsche Fans (es waren die Icehopper hinter dem Tor) machten wieder das ganze Spiel über Stimmung und stimmten im Schlussabschnitt die Welle an, die es trotz knapp halb gefüllter Halle (4628 Zuschauer) zwei Male durch das Rund schaffte. Dass Nino Kinder dieses Mal den Ehrentreffer erzielen konnte, war zwar gut für die Seele, änderte aber an der Niederlage und damit dem 5. Tabellenplatz nichts mehr.

Damit steht Russland im Viertelfinale, für Deutschland geht es ab Donnerstag in die Relegation. Im Best-of-three-Modus müssen zwei Siege gegen Kasachstan her, um in der Top-Division bleiben zu können.

Michaela-Ross

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