Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos

Villach (AR). Seit 2018 steht der Finne Jyrki Aho an der Bande des EBEL-Vereins aus Villach. Wir unterhielten uns mit dem Nordeuropäer über seine... Villacher SV Headcoach Jyrki Aho im Gespräch: „Arbeit, Arbeit und Arbeit helfen beim Erreichen der gesteckten Ziele!“

Jyrki Aho – © EC VSV Media/PR

Villach (AR). Seit 2018 steht der Finne Jyrki Aho an der Bande des EBEL-Vereins aus Villach. Wir unterhielten uns mit dem Nordeuropäer über seine Karriere, das emotionale Derby gegen den Klagenfurter AC, den Status des ÖEHV-Teams und vieles mehr.

Auch verriet uns Aho, der auch die chinesische Nationalmannschaft trainiert, seine kurz- bis mittelfristigen Ziele, die er mit dem Kärntner Kollektiv hat.

 

Herr Aho, können Sie sich ein bisschen vorstellen und Ihre sportliche Karriere als Spieler und Head Coach etwas skizzieren?

In meiner Karriere als Spieler war ich bloß in meinem Heimatland Finnland aktiv. Auch die Trainerlaufbahn bewegte sich hauptsächlich auf nordeuropäischem Terrain. Mit dem Verein JYP Jyväskylä wurde ich sowohl als Co-Trainer als auch als Head Coach finnischer Meister.

Eine Saison lang wagte ich den Sprung nach Deutschland. In der Spielzeit 2006/07 betreute ich als Assistenztrainer die Jungadler aus Mannheim, sprich die U18-Auswahl des DEL-Vereins. Ferner arbeitete ich für die chinesische Nationalmannschaft an. Dieses Abenteuer möchte ich nicht missen. Bevor ich ins südlichste Bundesland Österreichs kam und dort von den Adlern aus Villach engagiert wurde, trainierte ich den chinesischen KHL-Klub Kunkun Red Star.

Ich bin einfach ein normaler Mann aus Finnland, der seine Arbeit liebt und den Athleten genügend Material geben möchte, um ihr Leben und das Hockeyleben so zu leben, wie sie sich als Athlet und als Person entwickeln

 

Aus welchem Grund ist aus der Sicht des Villacher SV das Derby gegen den Klagenfurter AC das Emotionalste, was die EBEL zu bieten hat? Oder ist dieses Duell „nur“ ein Spiel von vielen?

Ich habe dieses Derby noch nicht erlebt. Aber natürlich habe ich von der Hassliebe zwischen diesen beiden Klubs gehört. Immer wieder hat es diese Art von Veranstaltungen Geschichte dieser Vereine, Spieler und Städte mit sich. Und das macht dieses Derby zu etwas Besonderem.

 

Gilt Österreich für Großmächte wie Finnland als ein Entwicklungsland? Oder: Was muss getan werden, dass die ÖEHV-Auswahl über Jahre hinweg ein fixer Bestandteil der A-WM-Gruppe bleibt und nicht eine Fahrstuhlmannschaft darstellt?

Ich bin gerade kurz hier, aber es gibt nur wenige Dinge, die ich bemerkt habe, wenn ich Einzelpersonen beobachte. Erstens: die Arbeit, die Einstellung, alles aus sich selbst heraus zu holen, sei es physisch und mental, und das Rund-um-die-Uhr-Athlet sein. Das bedeutet, dass man richtig und mit der richtigen Anstrengung trainiert, aber auch, sich vor und nach dem Training um Geist und Körper zu kümmern, zu essen, zu ruhen, zu trinken usw.

Das Verständnis, kleine Dinge zu tun und das Erkennen von Unterschieden zu erkennen können eigene Entscheidungen beeinflussen. Denn es liegt an dir. Wenn wir über Fertigkeiten, Pässe, Schüsse, Stockhandling und mehr sprechen, machen wir diese Dinge schneller und wenn du mehr Geschwindigkeit hast, wirkt sich das auf das Spiel, das Verständnis für selbiges und auf die Teamleistung aus. Das kommt aber auch auf Einzelpersonen an und diese können für ihr Team die ganze Zeit wichtig sein. Wenn man auf dem Eis steht, so dass sie das Spiel die ganze Zeit innerhalb einer Schicht spielen und diese Schicht 60 bis 90-mal während der Saison wiederholen, muss man körperlich und geistig in der Lage sein, in dieser Form zu sein, die dich in die Lage versetzt, dies zu tun. Und gerade dazu sind diese kleinen Dinge wichtig.

 

Sie heuerten im Frühjahr 2018 als Head Coach des chinesischen Nationalteams an. Was können Sie uns von diesem nicht alltäglichen Engagement und der Puckszene im Reich der Mitte erzählen?

Ich unterschrieb meinen Vertrag mit Kunlun Red Star. Also stand in diesem Vertrag ein Satz: Wenn nötig, also, so ist es gelaufen. Es war interessant, eine Mannschaft zu trainieren, die kleiner war und schwächer im Vergleich zu anderen, aber wir waren schnell, also muss man als Coach diese kulturellen Unterschiede zwischen Finnland und China finden und verstehen. Die Chinesen respektieren ihre Nationalität wirklich, und das war der einzige Haken, den wir nutzen konnten.

 

Was können wir über die mittel- bis kurzfristigen Ziele des Villacher SV, die sicherlich Ihre Handschrift tragen, in Erfahrung bringen?

Arbeit, Arbeit, Arbeit. Das ermöglicht auch einen langfristigen Plan, löst Probleme und hilft in der Entwicklung. Ferner wird eine gute Arbeitsatmosphäre geschafft. Das baut ein starkes Team mit Spielern auf. Der Villacher SV sollte ein Ort sein, an dem sich Menschen, die zusammenarbeiten, umeinander kümmern und bereit sind, Menschen neben ihnen besser zu machen. Dann kannst du vielleicht auch ein paar Spiele gewinnen.

 

Redaktion

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.