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  Es dauert nicht mehr lang und die neue Saison der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL beginnt. Gerade aus deutscher Sicht wandern dann wieder viele Augen... Was kann man von Draisaitl und seinen Oilers erwarten?

Leon Draisaitl – © by Eh.-Mag. (JB)


 

Es dauert nicht mehr lang und die neue Saison der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL beginnt. Gerade aus deutscher Sicht wandern dann wieder viele Augen nach Edmonton, wo Leon Draisaitl mit seinen Oilers endlich die Playoffs erreichen will. Nach seiner Fabelsaison im letzten Jahr ist auch das Interesse in seinem Heimatland gestiegen. Wir schauen, was sich bei den Edmonton Oilers in der Off-Season getan hat und ob es das deutsche Ausnahmetalent in dieser Saison in die Playoffs schaffen kann. Der Hunger bei den Kanadiern ist auf jeden Fall groß.

 

 

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Das Scorer-Duo muss liefern

Sie waren DAS Scorer-Duo der vergangenen Saison! Leon Draisaitl und Connor McDavid erreichten beide die Schallmauer von 100 Scorerpunkten. Mit 105 bzw. 116 Punkten standen die beiden Torjäger am Ende der Saison auf den Plätzen eins und zwei des Leaderboards. Vor allem McDavid gehört derzeit wohl zu den schnellsten Spielern auf dem Eis. Gepaart mit Draisaitls Spielübersicht und seinem butterweichen Touch sind die Beiden Edmontons Hoffnung auf einen Playoff-Run.

 

Top in der Spitze, Mittelmaß in der Breite

Hier ist allerdings auch das Problem der Oilers zu erkennen. Die Krux bei einem Superstar ist, dass er nun einmal bezahlt werden will. Das Spitzenduo verdient zusammen knapp 21 Millionen Dollar im Jahr. Das wirkt sich natürlich auch auf die weitere Kaderplanung aus. So gut das Team mit Draisaitl und McDavid in der Spitze aufgestellt ist, so sehr fehlt es dem Kader an Tiefe. Zwar stehen mit Oscar Klefbom, Adam Larsson, Kris Russell und Darnell Nurse vier gutbezahlte Verteidiger im Aufgebot der Kanadier, allerdings konnten sie ihre hohen Verträge bisher noch nicht mit Leistung zurückzahlen. Unter dem bereits blockierten Salary-Cap leidet die Breite des Kaders. Die Offensivlast ruht auf nur wenigen Schultern – lediglich vier Spieler konnten in der letzten Saison über 15 Treffer erzielen. Während sich die Defensive noch nicht wirklich gefunden hat, war die Offensive, getragen von Draisaitl und McDavid, zu ausrechenbar.

Neuer Trainer, neues Glück?

Mit dem neuen Trainer Dave Tippett wollen die Oilers nun endlich den Sprung in die Playoffs schaffen. Der Stanley Cup scheint zwar noch in weiter Ferne, allerdings werden die Oilers bei den Eishockey-Wetten mit einer Quote von 36,00 (Stand 19.9.) auf den Gewinn der Western Conference geführt. Der 57-Jährige hat bereits Erfahrung als Chefcoach in Dallas, Phoenix und Arizona sammeln können. Zuletzt war Tippett als leitender sportlicher Berater für kommende NHL Franchise in Seattle tätig. Nun will es noch einmal als Headcoach beweisen.

Was bringen die Neuzugänge?

Da der finanzielle Handlungsspielraum eingeschränkt war, konzentrierten sich die Verantwortlichen der Oilers vorrangig auf Trades und günstige Spieler. So wurde Milan Lucic zu den Calgary Flames abgegeben. Im Gegenzug stieß Power Forward James Neal zum Team. Der Außenstürmer soll die Offensive der Oilers entlasten und wieder zu alter Stärke aus der Saison 2017/18 finden. Auch sein ehemaliger Flames-Spieler, Mike Smith, wurde als Free-Agent unter Vertrag genommen. Zudem schlugen die Oilers auch auf dem europäischen Markt zu. Aus der Schweiz wurde Gaetan Haas vom SC Bern verpflichtet und aus Schweden kommt Joakim Nygard vom Färjestad BK. In Sachen nachrückender Talente scheint sich der letztjährige Erstrunden-Pick, Evan Bouchard, einen Platz im Profikader erkämpfen zu können. Der zehnte Pick aus dem Draft 2018 könnte die Defensive der Oilers entscheidend verstärken.

Der Kampf um die Playoff-Plätze dürfte die Kanadier mit Sicherheit bis zum Ende der Saison packen.

Redaktion

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