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NHL: Schwäche zeigen verboten –  Blick auf die Central Division und erstes Powerranking der Western Conference NHL: Schwäche zeigen verboten –  Blick auf die Central Division und erstes Powerranking der Western Conference
New York. (MaK) Die NHL Saison hat gerade erst begonnen, aber in der starken Central Division ist das Playoff Rennen bereits... NHL: Schwäche zeigen verboten –  Blick auf die Central Division und erstes Powerranking der Western Conference

New York. (MaK) Die NHL Saison hat gerade erst begonnen, aber in der starken Central Division ist das Playoff Rennen bereits im Gange.

Wer jetzt an Boden verliert, wird es schwer haben, diesen in den nächsten Monaten wieder gut zu machen. Wir werfen einen Blick auf die Division und präsentieren unser erstes Powerranking der Western Conference.

 

Nashville Predators

Central Division (CD): 1. Western Conference (WC): 1. Punkte: 14 Spiele: 9

Torwart Pekka Rinne hat sich am Freitag im Spiel gegen die Calgary Flames verletzt. Welcher Art die Verletzung ist, hat das Team nicht bekannt gegeben. Mit dem erst 23-jährigen aber stark spielenden finnischen Landsmann Juuse Saros als Ersatz braucht man sich in Nashville allerdings keine allzu großen Sorgen machen. Die Predators dominieren mit ihrer erstklassigen Verteidigung und einer konsequenten Offensive, die von einer starken ersten Reihe getragen wird. Filip Forsberg, Ryan Johansen und Viktor Arvidsson haben zusammen 11 der 27 bislang geschossenen Tore erzielt. Wie schon in der letzten Spielzeit gewohnt können jedoch alle Reihen der Predators dauerhaft Druck aufbauen, was zu sieben Siegen in nur neun Spielen geführt hat. Nach drei Wochen läuft alles nach Plan für Nashville, vorausgesetzt Rinne fällt nicht zu lange aus.

 

Colorado Avalanche

CD: 2. WC: 2. Punkte: 14 Spiele: 9

Mikko Rantanen – © by Michael Martin/NHLI via Getty Images

Der 21-jährige Stürmer Mikko Rantanen entwickelt sich langsam zum am schlechtesten gehüteten Geheimnis in der NHL. Mit 16 Punkten in neun Spielen steht er zusammen mit Torontos Auston Matthews und Bostons Patrice Bergeron an der Spitze der Rangliste. Die komplette aus ihm, Nathan MacKinnon und Gabriel Landeskog bestehende erste Reihe ist kaum zu kontrollieren und zeichnet für fast zwei Drittel der geschossenen Tore verantwortlich. Ansonsten überzeugt die Avalanche durch eine gute Defensive und einen überragenden Semyon Varlamov im Tor. Center J.T. Compher setzt momentan mit einer Kopfverletzung für noch unbestimmte Zeit aus, was Colorado bislang aber gut kompensieren konnte. Sechs Siege, davon drei in Folge, versprechen eine gute Saison, vor allem da die letztjährige Auswärtsschwäche überwunden zu sein scheint. Gefährlich ist allerdings die Undiszipliniertheit der Mannschaft. Das Spiel in Unterzahl ist eine Stärke der Avalanche, die in den ersten Wochen aber viel zu häufig unter Beweis gestellt werden musste.

 

Winnipeg Jets

CD: 3. WC: 3. Punkte: 13 Spiele: 9

Die Jets sind noch nicht ganz da, wo sie im Vorjahr waren, aber sie nähern sich mit jedem Spiel. Die letzten drei Partien wurden alle gewonnen, insgesamt stehen sechs Siege in neun Spielen zu Buche. Und auch wenn Patrick Laine noch nicht wieder wie in der letzten Saison gewohnt trifft, scheint die bekannte Bissigkeit zurück in Winnipeg zu sein. Center Mark Scheifele führt die Offensive mit vier Toren und neun Punkten an, kann sich aber auf Unterstützung aller Reihen verlassen. Am anderen Ende des Eises suchen Torwart Connor Hellebuyck noch nach seiner Form und die so stark besetzte Verteidigung nach dem manchmal noch fehlenden letzten Fünkchen Aufmerksamkeit. Da die Jets trotz der leichten Anfangsschwierigkeiten bereits eine Topposition in der Conference erklettert haben, hat es den Anschein, dass zwei der drei die Teilnahme an den Playoffs garantierenden Plätze in der Central Division am Ende der Saison wieder an Winnipeg und Nashville fallen werden.

 

Chicago Blackhawks

CD: 4. WC: 4. Punkte: 12 Spiele: 9

Dominik Kahun – © by NHL Media

Chicago hat fünf von neun Spielen gewonnen und in zwei weiteren Spielen Punkte geholt. Außerdem haben Patrick Kane, Alex DeBrincat und Jonathan Toews zusammen 20 Tore geschossen. Das ist nicht der schwache Start, den einige nach der letzten schwierigen Saison erwartet haben. Dennoch drohen Probleme. Denn offensiv hängt zu viel von den genannten Stürmern ab, und defensiv stellt der schwach gestartete Torwart Cam Ward eine noch wenig überzeugende Verteidigung vor eine große Aufgabe. Erst in zwei Spielen haben die Blackhawks weniger als drei Gegentore kassiert. Fünf Spiele gingen bereits in die Verlängerung, was von einer gewissen Hartnäckigkeit zeugt aber – auch wenn drei der Partien gewonnen werden konnten – nicht unbedingt Dominanz verspricht. Es wartet also noch viel Arbeit auf Trainer Joel Quenneville, der aber zufrieden mit dem Saisonbeginn sein kann.

 

Minnesota Wild

CD: 5. WC: 7. Punkte: 10 Spiele: 8

Die Wild haben vier ihrer ersten fünf Spiele verloren, konnten zuletzt aber mit drei Siegen in Folgen – einer davon gegen die starken Tampa Bay Lightning – den Anschluss an die Spitze der Division halten. Dies zeugt vom Charakter einer Mannschaft, die immer an ihre Chance glaubt. Erst einmal, im Eröffnungsspiel gegen Colorado, lag Minnesota nach 59 Spielminuten mit mehr als einem Treffer hinten. Und nur zweimal ging überhaupt eine Partie in der regulären Spielzeit verloren. Vor dem gut gestarteten Torhüter Devan Dubnyk spielt eine solide Verteidigung, bei der neben Ryan Suter vor allem Matt Dumba positiv auffällt. Davor führt der frisch wirkende Zach Parise eine qualitativ eher limitierte aber clever spielende Offensive an. Die Wild wirken ähnlich wie im Vorjahr wie eine Mannschaft, der man den großen Wurf nicht zutraut, die man aber nie ganz abschreiben sollte.

 

Dallas Stars

CD: 6. WC: 10. Punkte: 8 Spiele: 8

Tyler Seguin – © by NHL Media

Die Stars sind nicht wie erhofft in die Saison gestartet. Vier Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber. Drei dieser Niederlagen passierten in den letzten vier Spielen. Zwar konnte die Negativserie in der Montag Nacht gegen Los Angeles gestoppt werden, aber in einer Division, in der die Mannschaften in fast jedem Spiel Punkte holen, kann es schnell passieren, dass man den Anschluss verliert. Die Stärke der Stars liegt in der ersten Reihe und im Powerplay. Tyler Seguin, Jamie Benn, der momentan verletzte aber bald zurück erwartete Alexander Radulov und Verteidiger John Klingberg zeigen auch in dieser Saison, dass sie offensiv zu den stärksten Spielern der Liga gehören. Viel mehr hat Dallas im Angriff allerdings nicht zu bieten. Torwart Ben Bishop spielt bislang gut hinter einer solide agierenden Verteidigung. Der Sieg gegen die Los Angeles Kings war enorm wichtig, aber wenn Trainer Jim Montgomery nicht schnell mehr Produktivität aus den Reihen zwei bis vier zu kitzeln vermag, könnten die Spiele schon ab Dezember bedeutungslos werden. Die Central Division erlaubt kein Mittelmaß.

 

St. Louis Blues

CD: 7. WC: 13. Punkte: 7 Spiele: 8

Die St. Louis Blues haben erst zweimal in der noch jungen Spielzeit gewinnen können und stehen daher am falschen Ende der Division. Dennoch dürfte die Stimmung im Team gehoben sein, da die Mannschaft gut in den letzten Partien aussah und von der Torwartposition abgesehen stark aufgestellt ist. Neuankömmling Ryan O‘Reilly hat am Samstag beim Sieg gegen Toronto zum ersten Mal in dieser Spielzeit ins Tor getroffen und hat gleich im folgenden Spiel gegen Winnipeg nachgelegt. Mit zehn Punkten in acht Spielen führt er eine Mannschaft an, die über starke Offensivspieler verfügt und die langsam ihre Feinabstimmung zu finden scheint. Defensiv präsentieren sich die Blues unerwartet schlecht, was aber vornehmlich an dem schwachen Torwart Jake Allen liegt. St. Louis hat viel Potential und scheint noch rechtzeitig als Team zusammen zu wachsen, um die Playoffs im Blick zu behalten. Mit Allen im Tor könnte es aber bei einem sehnsüchtigen Blick bleiben.

 

 

Powerranking der Western Conference am 24.10.18

(Dieses Powerranking reflektiert nicht den Tabellenstand der Mannschaften sondern die gegenwärtige und in der näheren Zukunft zu erwartende Spielstärke. Es handelt sich außerdem um eine absolut subjektive  Einschätzung.)

 

  1. Nashville Predators
  2. Winnipeg Jets
  3. Colorado Avalanche
  4. San Jose Sharks
  5. Vegas Golden Knights
  6. Calgary Flames
  7. Minnesota Wild
  8. Chicago Blackhawks
  9. Anaheim Ducks
  10. St. Louis Blues
  11. Edmonton Oilers
  12. Vancouver Canucks
  13. Dallas Stars
  14. Arizona Coyotes
  15. Los Angeles Kings

 

(Marcel Klocke)

 

Fotos:

Mikko Rantanen – © by Michael Martin/NHLI via Getty Images
Dominik Kahun – © by NHL Media
Tyler Seguin – © by NHL Media

Redaktion

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