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Füssen. (PM EVF) Ein Duell der besonderen Art lieferten sich der EV Füssen und die Starbulls Rosenheim, bei dem es am Ende fast nur... EVF begeistert trotz Penalty-Niederlage gegen Rosenheim

© by EVF Media/PR

Füssen. (PM EVF) Ein Duell der besonderen Art lieferten sich der EV Füssen und die Starbulls Rosenheim, bei dem es am Ende fast nur zufriedene Gesichter gab.

Die klar favorisierten Gäste holten sich bei ihrem 4:3-Sieg (0:0, 1:0, 2:3, 0:0, 1:0) mit dem 24. Penalty zwei Auswärtspunkte, Aufsteiger EV Füssen war ob der gezeigten Leistung aber der moralische Gewinner. Großes Kampfspiel mit Leidenschaft, heiße Endphase, Penaltykrimi – alles trifft auf diese besondere Partie zu.

Der EVF war diesmal von Anfang an voll auf Augenhöhe und lieferte sich mit Rosenheim im ersten Vergleich seit fast acht Jahren einen heißen Kampf. Im ersten Abschnitt, der in hohem Tempo geführt wurde, hatten die Schwarz-Gelben dabei sogar ein Chancenplus. Tobias Meier scheiterte mit einem Alleingang, Dejan Vogl konnte frei vor dem Tor den Abpraller nicht unter Kontrolle bringen. Auch bei einem Überzahlspiel hatte das Heimteam gute Chancen zur Führung. Die beste hatten aber bereits zuvor die Oberbayern, als Bucheli in der 9. Minute das freie Toreck verfehlte.

Im zweiten Drittel wurde die Partie nochmals intensiver, beide Mannschaften ließen fast keine Möglichkeiten zu. Der Abschnitt ging knapp mit 1:0 an die Starbulls, weil sie eins von zwei Powerplays per Abstauber zur 1:0-Führung durch Michael Baindl nutzen konnten. Fünf Minuten später verhinderte Benedikt Hötzinger einen zweiten Treffer, auf der anderen Seite wurden die gefährlichen Angriffe der Füssener meistens noch vor dem Tor gestoppt. Trotzdem zeigte sich der Aufsteiger weiter als absolut ebenbürtig.

Der Schlussabschnitt begann zunächst recht unglücklich für den EVF. Ein abgefälschter Weitschuss landete am Innenpfosten des Rosenheimer Gehäuses, im Gegenzug wurde eine Strafe gegen Florian Simon angezeigt, mit sechstem Mann erzielte Josh Mitchell das 0:2. In Überzahl prüfte danach Lubos Velebny den gegnerischen Torhüter mit einem Weitschuss, die Scheibe ging durch, blieb aber kurz vor der Torlinie liegen. Danach mussten die Ostallgäuer zweimal in Unterzahl ran, ließen mit großem Kampf aber keinen weiteren Gegentreffer zu. Bereits fünf Minuten vor Spielende nahm Trainer Andreas Becherer dann seinen fehlerfreien Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis, um nochmals Druck zu machen. Und tatsächlich gelang Samuel Payeur gut drei Minuten vor Spielende der Anschlusstreffer zum 1:2. Auch danach setzte Füssens Coach alles auf eine Karte und probierte es erneut ohne Torhüter, diesmal ging der Schuss aber nach hinten los und Alexander Höller besorgte bei einem Konter die vermeintliche Vorentscheidung mit dem 1:3 ins verlassene Tor.

Doch Füssen gab sich nicht geschlagen. Nach einer Auszeit machte der EVF nochmals Druck, und wieder mit sechstem Feldspieler netzte Lubos Velebny eineinhalb Minuten vor Ende zum 2:3 ein. Es kam aber noch besser für die heimische Vertretung. Nach einer Strafzeit gegen Rosenheim und mit 6 gegen 4 Überzahl erzielte Kapitän Eric Nadeau 53 Sekunden vor der Sirene sogar den viel umjubelten und auch verdienten Ausgleich. Als danach ein klarer Cross-Check der Gäste nicht geahndet wurde, Nadeau wegen Spielverzögerung aber auf die Strafbank musste, ging es für Füssen in Unterzahl in die Verlängerung. Aber auch diese Situation wurde mit großem Einsatz und Leidenschaft gemeistert, und nach 65 Minuten musste das Penaltyschießen entscheiden.

Sage und schreibe 24 Versuche waren hier nötig, um den Gewinner des zweiten Punktes zu ermitteln. Füssen hatte dabei gleich acht Mal! den gewinnbringenden Versuch auf dem Schläger, konnte diese Möglichkeiten aber nicht nutzen. Am Ende war Rosenheim einmal mehr erfolgreich, erzielte drei Tore durch Slezak (2) und Höller, während für den EVF Tobias Meier und Lubos Velebny trafen. Die Art und Weise des verwandelten Penaltys durch den Füssener Verteidiger dürfte am Kobelhang nach dem denkwürdigen Abend noch länger Gesprächsthema sein.

Trainer John Sicinski (Rosenheim): „Großer Respekt vor Füssen. Sie haben heute so gespielt wie wir es vor hatten. Läuferisch stark und mit Kampf. Am Ende dürfen wir die Führung eigentlich nicht mehr hergeben. Penaltyschießen ist dann immer Glückssache. Füssen war heute für mich die bessere Mannschaft.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Was für ein Spiel. Wir haben das heute sehr gut gemacht. Rosenheim hat sehr eng verteidigt, da müssen wir noch daran arbeiten, dass da bei unserem Druck mehr dabei heraus kommt. Wir haben einen verdienten Punkt geholt, das ist aber nicht so wichtig, die Art und Weise war wichtig.“ (MiL)

Tore: 0:1 (31.) Baindl (Slezak, Höller/5-4), 0:2 (44.) Mitchell (Slezak, Bergmann/6-5), 1:2 (57.) Payeur (Deubler, Besl/6-5), 1:3 (58.) Höller (Mitchell, Bergmann/ENG), 2:3 (59.) Velebny (Klein, Payeur/6-5), 3:3 (60.) Nadeau (Dropmann,Vogl/6-4), 3:4 Slezak (Penalty). Strafminuten Füssen 12, Rosenheim 12. Zuschauer 1033.

Redaktion

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