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Nürnberg (STM) Mit einer wahren Energieleistung haben erneut stark dezimierte Thomas Sabo Ice Tigers beim 3-2 Heimsieg gegen die Straubing Tigers alle drei Punkte... Ice Tigers begeistern im Derby gegen Straubing – Turnbull mit kuriosem Treffer ins eigene Tor

Straubings Torwart 25-Sebastian Vogl (links) und 62-Sena Acolatse (mi.) können hier gegen Nürnbergs 17-Patrick Reimer (re.) klären.
Foto: ISPFD

Nürnberg (STM) Mit einer wahren Energieleistung haben erneut stark dezimierte Thomas Sabo Ice Tigers beim 3-2 Heimsieg gegen die Straubing Tigers alle drei Punkte in der heimischen Arena behalten. Vor 4330 Zuschauern zeigten die Ice Tigers eine geschlossene Mannschaftsleistung und konnte sich auf einen bärenstarken Niklas Treutle verlassen. Die Nürnberger Tore erzielten Brown und Chad Bassen mit einem Doppelpack.

Man muss sich nur wundern, wo die Ice Tigers nach Wochen mit einem ausgedünnten Kader die Kraft hergenommen hatten, um am Ende gegen starke Gäste aus Straubing das Eis als Sieger zu verlassen. Nach sechzig restlos überzeugenden Minuten halten die Ice Tigers weiter Kontakt zu den oberen Tabellenplätzen. „Die Art und Weise wie wir heute als Mannschaft auf dem Eis gekämpft haben, war absolut herausragend“, fand Kurt Kleinendorst völlig zurecht nach Spielschluss.

Auch vor dem Spiel gegen die Straubing Tigers war Kurt Kleinendorst wieder gezwungen, seinen Kader umzubauen. Man mag den Trainer der Ice Tigers wirklich nicht beneiden, schon seit der Vorbereitung haben die Nürnberger mit Ausfällen zu kämpfen. Kaum einmal konnte Kleinendorst vier komplette Reihen aufbieten, auch heute waren nur sechs Verteidiger und neun Stürmer, nachdem Center Brandon Buck noch kurzfristig erkrankt war. Will Acton nahm den Platz zwischen Fischbuch und Brown ein, den Start zwischen den Pfosten bekam erneut Niklas Treutle, der Rest der Mannschaft stellte sich beinahe von allein auf.

Trotz aller Personalsorgen zeigten die Ice Tigers mit dem kleinen Kader erneut eine echte Energieleistung gegen starke Gäste aus Straubing, bei denen mit Filin und Renner sogar zwei Akteure überzählig auf der Tribüne Platz nehmen mussten. Auch wenn die Ice Tigers mit zunehmender Spieldauer dem hohen Tempo der Gäste Tribut zollen mussten, gaben die Nürnberger keinen Zweikampf verloren und spielten mit sehr Intensität.

Von Beginn an entwickelte sich ein packendes Duell auf Augenhöhe, mit vielen Torchancen und zwei sehr gut aufgelegten Torhütern. Der Beginn gehörte den Ice Tigers, der zuletzt so glücklose Will Acton scheiterte am Pfosten (6.), im direkten Gegenzug scheiterte Loibl an Treutle. Wenig später wollte es Loibl genauer machen, traf aber nur die Latte (13.). So waren es die Ice Tigers, die mit einem der kuriosesten Toren der jüngeren DEL-Geschichte in Führung gingen. Bei angezeigter Strafe gegen die Ice Tigers, ging Sebastian Vogl vom Eis, Travis Turnbull passte den Puck leichtsinnig an Freund und Feind vorbei ins eigene Tor (16.), offizieller Torschütze war dann Chris Brown. Beide Trainer waren sich nach dem Spiel einig, „so ein Tor in ihrer langen Laufbahn noch nie gesehen zu haben“.

Im Mitteldrittel waren die Gäste aus Straubing die bessere Mannschaft. Immer wieder konnten sich die Tigers gefährlich im Nürnberger Drittel festsetzen, lediglich mit ihren Torchancen ging das Team von Tom Pokel allzu sorglos um. In dieser Phase hatten die Ice Tigers erhebliche Probleme mit dem schnellen Spiel der Gäste, offensiv fanden die Ice Tigers zunächst gar nicht mehr statt, ehe Andy Eder im Powerplay denkbar knapp an Vogl scheiterte (30.). Wenig später machte es Chad Bassen deutlich besser. Nach einem Abpraller von Vogl behauptete sich Bassen im Slot und drückte seinen zweiten Nachschuss zum 2-0 über die Linie (33.).

Doch auch der zweite Gegentreffer beeindruckte die Gäste nicht. Im Powerplay scheiterte Eriksson zunächst noch am Pfosten (38.), wenig später bestrafte Laganiere einen schlampigen Pass von Chris Brown und brachte sein Team auf 2-1 heran (39.), ein Treffer, den sich Straubing auch mehr als verdient hatte.“ Wir kamen im zweiten Drittel besser in die Partie, hatten Pech mit einigen Pfostentreffern“ so Tom Pokel auf der Pressekonferenz.

Im Schlussdrittel gelang es den Ice Tigers wieder besser, sich auf das Spiel der Gäste einzustellen. Die Nürnberger bekamen den Puck wieder schneller aus der eigenen Zone und lauerten auf ihre Chance zum Kontern. Nach einem Puckverlust der Gäste schickte Marcus Weber den schnellen Chad Bassen auf die Reise, der gekonnt zum 3-1 vollendete (46.). Straubing schüttelte sich aber nur kurz und legte sofort wieder den Vorwärtsgang ein.

Im Powerplay war es der gebürtige Nürnberger Sven Ziegler, der mit einem Direktschuss aus dem Slot den alten Abstand wiederherstellte (58.). Doch damit hatten die Gäste ihr Pulver dann verschossen. Auch mit einem zusätzlichen Feldspieler wollte den Straubing Tigers der Ausgleich nicht mehr gelingen. So feierten die Ice Tigers den vierten Sieg in Folge, mussten aber schon wieder einen Ausfall hinnehmen. Chris Brown wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gefahren.

„Das war heute ein tolles Spiel mit dem richtigen Ergebnis für uns. Treutle war überragend, aber es wäre falsch, einen Spieler aus dieser tollen Mannschaft besonders hervorzuheben, jeder hat einen super Job gemacht. Das Spiel war sehr eng und in den wichtigen Momenten hatten wir auch das nötige Scheibenglück auf unserer Seite“, so Kurt Kleinendorst.

Tom Pokel hingegen beklagte die vielen keinem Fehler seiner Mannschaft, hob aber auch die Leistung der Ice Tigers hervor. „Nürnberg hat so gespielt, wie man in einem Derby agieren muss. Sie waren bissig und stark in den Zweikämpfen“, so der Trainer der Gäste.

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