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Iserlohn Roosters verlieren hoch-intensives Match gegen Ingolstadt mit 2:3 Iserlohn. (MK) Bereits vor einem Monat waren die Iserlohn Roosters auf den ERC Ingolstadt getroffen.... Iserlohns Headcoach Jason O´Leary: „Man muss auch die Eier haben und vielleicht einen in die Fresse nehmen”

Iserlohn Roosters verlieren hoch-intensives Match gegen Ingolstadt mit 2:3

Faustkampf zwischen Matt Bailey und Cris Rumble (Iserlohn #24) – © Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Bereits vor einem Monat waren die Iserlohn Roosters auf den ERC Ingolstadt getroffen. Damals gewannen die Panther mit 0:3 am Seilersee. Und auch im heutigen Match behielten die Gäste am Ende nach sechzig hart umkämpften und intensiven Minuten knapp mit 2:3 die Oberhand.

Die Gastgeber starteten druckvoll in die Partie und erwischten den besseren Start. Die vierte Reihe mit den “jungen Wilden” sorgte nach 2:54 Minuten für den Führungstreffer. U20 WM-Kandidat Fleischer (19) leitete den Puck klug zu Lautenschlager (23), der Samanski (20) am linken Pfosten lauernd mustergültig und mit der nötigen Übersicht anspielte. Samanski hatten keine Mühe den Puck über die Linie zu bringen. Knapp vier Minuten später schlugen aber die Panther zurück. Detsch und Torschütze Wohlgemuth) nutzten eine 2-1 Situation zum 1:1 Ausgleich. Auch hier zeichneten sich zwei junge Spieler für den Treffer verantwortlich. Bis zur Pause blieb das Match abwechslungsreich mit Torchancen auf beiden Seiten. Die Goalies Peters (Iserlohn) und Pielmeier (Ingolstadt) erwiesen sich mit starken Reflexen aber als sicherer Rückhalt.

Ingolstadts Goalie Pielmeier rückte im zweiten Drittel nach rund vier Minuten in den Mittelpunkt. Von Iserlohns Findlay touchiert verlor er seinen Helm und trug eine kleine Wunde im Gesicht davon, wodurch sich eine längere Unterbrechung ergab. Iserlohns Fans nutzten die Pause für „Tiiimo, Tiiimo“ Rufe. Glück hatte dessen Gegenüber Peters, als Olson (27.) über Rechtsaußen gefährlich vors Tor zog, aber scheiterte. Keine zwei Minuten später verzog Lautenschlager für die Roosters bei völlig freier Schussbahn. Iserlohn erhöhte den Druck und als Sutter einen klugen Pass von Friedrich aufnahm und Pielmeier gekonnt beim 2:1 aussteigen ließ, tobte die Halle. Iserlohns Druckphase endete nach einem Faustschlag von Ingolstadts Bailey an Iserlohns Petan und einer daraus resultierenden Rangelei. Daraus gingen die Sauerländer in Unterzahl hervor. Das Powerplay nutzten die Panther nach exakt 34:00 Minuten zum 2:2 Ausgleich durch Torjäger Foucault. Nur 115 Sekunden später drehten die Gäste das Spiel sogar. Der agile Detsch traf zum 2:3. Die Strafbank rückte ab der 37. Minute mehr und mehr in den Mittelpunkt. Nach einem Gerangel hinter dem Ingolstädter Tor (u.a. mit den Roosters Grenier und Sutter), gerieten sich Iserlohns Rumble und Panther Bailey abseits davon in die Haare und lieferten sich anschließend einen sehenswerten Faustkampf. Das Resultat nach dem ausgeglichenen Fight: 2+2+10 Strafminuten für die beiden Streithähne, sowie zwei Minuten gegen Iserlohns Grenier. Ingolstadt in der Schlussphase des Drittels mit mehr Zug zum Tor und einer weiteren Großchance durch Wagner (38.), der aus spitzem Winkel verzog. Somit ging es mit einem knappen 2:3 für Ingolstadt und Pfiffen gegen die Schiedsrichter in die zweite Pause.

Das Spiel blieb intensiv und mitunter auch nicklig. Simpson (47.) scheiterte mit einem Direktschuss an IEC-Goalie Peters. Auf der anderen Seite vergab Findlay (49.) nach einem klugen Zuspiel von Grenier völlig frei vor Pielmeier. Diese Szene war auch ein wenig bezeichnend für die Abschlussschwäche der Roosters. Wagners Strafe überstanden die Gäste schadlos. Als dann in der Schlussphase Höfflin eine weitere Strafe für die Panther kassierte, setzten die Roosters alles auf eine Karte. Headcoach Jason O´Leary nahm seine Auszeit und „opferte“ Torhüter Peters 90 Sekunden vor dem Ende für einen sechsten Feldspieler. Ingolstadt wankte, fiel aber letztlich nicht. Auch deshalb, weil Teufelskerl Pielmeier in den Schlusssekunden eine fast hundertprozentige Einschusschance von Findlay parierte. Am Ende gingen die Punkte erneut nach Ingolstadt. Keineswegs unverdient, aber dennoch konnten die Iserlohn Roosters mit ihrem Spiel gefallen. Den Zuschauer wurde zumindest eine “gute Show” geboten. Tabellarisch sind die Panther für Iserlohn allerdings erst einmal enteilt.

Für Gesprächsstoff sorgte nach dem Spiel noch die Leistung der Schiedsrichter. Nach dem Faustkampf zwischen Rumble und Bailey, kurz vor Ende des zweiten Drittels, war den Roosters durch die zusätzliche Strafe zumindest das Momentum genommen. Auch wurden insbesondere in der hart ausgetragenen Schlussphase auf beiden Seiten Fouls nicht geahndet.

Trainer Jason O´Leary wollte dennoch die Schuld für die Niederlage nicht bei den Schiedsrichtern suchen. „Man muss auch die Eier haben und vielleicht einen in die Fresse nehmen. Aber wir müssen auch diszipliniert sein“, so sein markiges Statement. Sein Gegenüber Doug Shedden war stolz auf die harte Spielweise und die herausgespielten Tore seines Teams. Nachfolgend die Statements der beiden Headcoaches und von Iserlohns Stürmer Michael Clarke mit einem Ausblick auf das nächste Spiel der Roosters am Sonntag in Berlin.

Tore: 1:0 (02:54) Samanski (Lautenschlager/Fleischer), 1:1 (06:48) Wohlgemuth (Detsch/Bailey), 2:1 (28:39) Sutter (Friedrich), 2:2 (34:00) Foucault (Collins) 5-4PP, 2:3 (35:55) Detsch (Elsner),
Strafen: Iserlohn – Ingolstadt
Schiedsrichter: Bauer / Iwert
Zuschauer: 4196

Stimmen zum Spiel

Fotostrecke zum Spiel

Iserlohn Roosters - ERC IngolstadtTimo Pielmeier
© by Sporfoto-Sale 2019 (JB)
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