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Kann Bayreuth weiter punkten? Kann Bayreuth weiter punkten?
Bayreuth. (PM Tigers) Auch durch die positive Bayreuther Serie mit neun Zählern aus den letzten vier Partien, wird es im dicht... Kann Bayreuth weiter punkten?

Bayreuth. (PM Tigers) Auch durch die positive Bayreuther Serie mit neun Zählern aus den letzten vier Partien, wird es im dicht gedrängten Mittelfeld der DEL2 immer enger. Zwischen Platz 6 Nauheim (32 P.) und den Tigers auf Platz 14 (22 P.) liegen nur noch zehn Punkte Abstand und die nächsten Spiele bekommen noch mehr Bedeutung.

Für die Tigers geht es Freitag um 20 Uhr in den Sahnpark nach Crimmitschau, wo man auch auf Wiedergutmachung aus ist nach der herben 0-5 Hinspielniederlage in der Wagnerstadt. Der ETC liegt aktuell auf Platz 7 mit 31 Zählern und ausgeglichener Torbilanz. Zuletzt wieder drei Niederlagen in Folge zeigen, dass die Eispiraten nach wie vor ziemlich wankelmütige Vorstellungen abliefern. Besonders das Tore schießen benennt Trainer Kim Collins immer wieder als Baustelle. Der Kanadier Carl Hudson ist mit 25 Punkten (11T/14A) Topscorer, aber im „Hauptberuf“ eben Verteidiger, vor Patrick Pohl (7/17), gefolgt vom Kanadier Rob Flick (15/8) und dem zweiten Offensivverteidiger Pat McNally (6/15) aus den USA. Trotz weiterer namhafter Offensivkräfte wie Schlenker, Talbot oder Hilbrich liegt es oft mehr an der Leistung von Stammtorhüter Kilar oder seinen Abwehrspielern wie die Westsachsen punkten. Durch die Rückkehr des zeitweise in die DEL zu Kooperationspartner Bremerhaven „ausgeliehenen“ Patch Alber ist auch die Defensive der stark nordamerikanisch geprägten Freibeuter (neben 4 Kontis auch einige eingedeutschte Akteure im Kader, alle jenseits des Atlantik geboren) wieder voll und gut besetzt.

Sonntag folgt dann das Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt, die mit 47 Zählern auf Platz 2 liegen. Bully ist diesmal zum Familientag schon um 16 Uhr im Tigerkäfig. Die im Sommer runderneuerten Hessen feierten letzte Woche mit dem 1-2 Sieg beim souveränen Tabellenführer Ravensburg einen Erfolg, der nochmals verdeutlichte wie stark das Team von Trainer Tillikainen ist. Wenn es überhaupt eine echte Schwachstelle gab, dann vielleicht auf der Goalieposition, wobei speziell Nachwuchsmann Kucis seine Sache richtig gut machte. Durch die kurzfristige Rückkehr vom bisher nicht überzeugenden Felix Bick nach Nauheim und die Verpflichtung der erfahrenen Deutschrussischen Torhüters Ilya Andryukhov (KHL und VHL = 2.Liga Rus) ist man aber hier neu aufgestellt und versucht sicher an den starken Auftritt beim 10-4 Vorrundenerfolg anzuknüpfen. Nicht einmal der Ausfall von Topverteidiger Card (seit Saisonanfang) oder die aktuelle Abstellung von Spielern zur U20 WM-Vorbereitung macht dem Team aus der Bankenmetropole sorgen, auch weil der langzeitverletzte Finne Kerälä wieder in den breit und prominent besetzten Kader zurückgekehrt ist. Die Mischung aus sehr erfahrenen Topleuten wie Adam Mitchell, Mathieu Tousignant, Edi Lewandowski, Matt Pistilli im Angriff bzw. Dan Spang, Tim Schüle hinten mit klasse Talenten wie Koziol und die Eisenmenger-Brüder passt einfach. Mit über 25 % Erfolgsquote immer noch herausragend ist das Powerplay der Südhessen. Beim Hinspiel erzielten die Löwen drei Überzahltreffer. Weg bleiben von der Strafbank heisst also die klare Devise für die Tigers.

Trotz des sichtbaren Aufwärtstrends bei den Oberfranken sind die Favoritenrollen diesmal noch klar zu Gunsten der Gegner verteilt, aber das gestiegene Selbstvertrauen könnte helfen um nicht punktlos aus diesem Wochenende gegen zwei Kontrahenten der vorderen Tabellenhälfte zu kommen. Vermutlich mit voller Kapelle, aktuell ohne Verletzte oder Kranke, will Tigerscoach Kujala mit seinem Team den kleinen Lauf weiter fortsetzen. Zur Besetzung der Torhüter oder der Kontistellen wollte er sich noch nicht festlegen, aber Anlass zu Änderungen der letzten Formationen gibt es eigentlich nicht. Heiders sehr hart ausgelegte Spieldauerstrafe aus Kassel hat keine Sperre zur Folge. So könnten Veisert und Nijenhuis wieder in der Oberliga Spielpraxis sammeln, denn es stehen voraussichtlich trotzdem sieben Defender zur Verfügung und der überzählige Ausländer wäre dann sicher einer der vier Stürmer. Auch die beiden klaren Hinspielniederlagen spielen bei seinen personellen und taktischen Überlegungen keine große Rolle, denn man habe im eigenen Spiel gar nicht so viel verändert. „Wir machen es nun einfach besser, führen unser forechecking intensiver und effektiver aus und lassen trotzdem weniger Lücken im Rückraum“, erklärt er dazu. „Wir fällen nun viel häufiger instinktiv die richtigen Entscheidungen und spielen dadurch deutlich stabiler“. Daran, dass die Torhüter weiter stabil agieren, hilft Torwarttrainer Rämö diese Woche wieder mit, der momentan erneut in Bayreuth weilt.

Foto: Jozef Potac – © by Eh.-Mag. (SD)

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