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Kempten. (PM Sharks) Carsten Gosdeck spricht in einem ersten Interview über seine Ziele bei den Sharks und was ihn ins Allgäu gezogen hat. Sharks:... Kemptens neuer Coach Carsten Gosdeck hat große Pläne

Carsten Gosdeck – © by EH-Mag.

Kempten. (PM Sharks) Carsten Gosdeck spricht in einem ersten Interview über seine Ziele bei den Sharks und was ihn ins Allgäu gezogen hat.

Sharks:
Carsten, Du hast in Deiner Karriere bis auf eine kurze Zeit in Landsberg und in Riessersee immer nur im Norden der Republik gespielt, warum zieht es Dich jetzt nach Kempten, so weit im Süden?
CG:
Nur im Norden stimmt nicht ganz, ich habe auch im Osten gespielt, aber für Euch ist ja alles oberhalb von München schon Norden (lacht). Ich habe seit ein paar Jahren den Trainerschein und bin ja nicht mehr der Jüngste (40). Ich habe zwar immer noch gut in der Oberliga gespielt, aber ich wollte schon immer nach der aktiven Zeit als Trainer arbeiten. Im Januar habe ich mir dann einen Kreuzbandriss zugezogen womit die Saison für mich beendet war. In dieser zeit hat sich der ESC bei mir gemeldet und gefragt ob ich nicht nach der Verletzung als Spieler nach Kempten kommen möchte. Nach den vielen Jahren in der Oberliga wollte ich allerdings nicht mehr in der 5ten Liga spielen, aber der Job als Coach war interessant. Kempten hat einen großen Namen im deutschen Eishockey, vor allem aus der Zeit in der zweiten Liga. Im Moment spielt Kempten zwar weiter unten aber ich habe auch gehört das sich einiges tut und man wieder eine oder zwei Ligen nach oben möchte. Es ist eine interessante Aufgabe auch mit einem kleinen Etat, eben nicht eine Mannschaft aus fertigen Spielern aufzubauen sondern aus jungen hungrigen Talenten. Ich war dann zweimal in Kempten und habe auch die Spiele angeschaut. Dabei habe ich spielerisch keinen großen Unterschied zu den Bayernligisten gesehen, Natürlich gibt es ein paar Kleinigkeiten und hier und da fehlt die Cleverness, aber es gibt nichts das man nicht aufarbeiten könnte. So das die Mannschaft nächstes Jahr wirklich um die Meisterschaft mitspielt.

Sharks:
Wird sich denn die Mannschaft verändern?
CG:
Ich bin jetzt seit 3 Wochen im Amt und täglich am Telefon, es wird sicher die ein oder andere Veränderung geben. Wir wollen auch weiter die Kooperation mit Füssen betreiben, vielleicht ergibt sich durch deren Oberliga Aufstieg die ein oder andere Möglichkeit.

Sharks:
Bringst Du Deine Familie mit ins Allgäu oder wirst Du zum Pendler?
CG:
Zum Pendeln sind die 620 Km zu weit. Ich plane mit meiner Familie ins Allgäu zu kommen und dort sesshaft zu werden. Mein Engagement bei den Sharks ist ja nicht nur auf ein Jahr ausgelegt, ich möchte mit dem Verein etwas längerfristiges aufbauen und ihn wieder zu altem Glanz führen.

Sharks:
Welche Erfahrung bringst Du denn als Coach mit zu uns?
CG:
In Bad Nauheim habe ich im Nachwuchs gearbeitet. Im Sommer hab ich dort auch den Inline Nachwuchs trainiert mit denen ich auch Deutscher Meister wurde. Die erste Mannschaft in der Oberliga habe ich dort auch betreut.
In Erfurt habe ich die DNL Mannschaft betreut und auch als aktiver Spieler mit dem Coach der ersten Mannschaft zusammengearbeitet.
Und auch in Essen habe ich Nachwuchsmannschaften trainiert.
In 21 Profijahren habe ich viele Trainer erlebt und Erfahrungen gesammelt. Ich habe mich schon länger mit der Materie befasst, habe Trainingspläne erstellt, Trainings- und Spielsysteme liegen schon bereit für die neue Aufgabe. Ich habe für mich persönlich auch große Ziele die ich als Trainer erreichen möchte. Es wäre schön wenn ich Kempten wieder in die Oberliga bringen könnte. Der erste Schritt ist natürlich die Bayernliga, das ist auch das Ziel des Vereins für mich.

Sharks:
Du hast ja bis vor Deinem Kreuzbandriss aktiv in Essen gespielt, bringst Du neben Deinen Schlittschuhen auch Deine Ausrüstung mit oder werden wir Dich nur hinter der Bande sehen?
CG:
(Lacht)Also ich bringe neben den Schlittschuhen auch meinen Spielerpass mit, man weis ja nie was passiert.

Sharks:
Du hast ja als Offensivspieler in Deiner Laufbahn immer fleißig gepunktet, dürfen wir uns also zukünftig auf ein Offensivspektakel freuen oder wie ist Dein Spielsystem?
CG:
Körperbetontes, aggressives, spielstarkes und torreiches Eishockey. Es wird schnelles Eishockey geben und ich möchte die wenigsten Strafzeiten der Liga haben, wir wollen körperbetont aber fair spielen. Man muss schnell genug sein, dann gibt es auch keine Stockfouls. Und ich möchte viele Toraktionen sehen.

Sharks:
Wo siehst Du Dich und den ESC in einem Jahr?
CG: In der Bayernliga, als Landesligameister, ich möchte auch die Vorrunde als Erster abschließen, den Aufstieg schaffen und die Spiele um die Landesligameisterschaft gewinnen.

Redaktion

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