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Mannheim. (EM) An den guten Auswärtsauftritt vom Sonntag in Düsseldorf wollten die Iserlohn Roosters anknüpfen und sich nach fünf Niederlagen am Stück möglichst auch... Mit Leidenschaft, Herz, Glück und des Gegners Schlittschuh zum 5:7 Auswärtssieg: Iserlohn Roosters drehen einen 4:1 Rückstand in Mannheim

Freude bei Iserlohns Coach Jason O’Leary – © Sportfoto-Sale (JB)

Mannheim. (EM) An den guten Auswärtsauftritt vom Sonntag in Düsseldorf wollten die Iserlohn Roosters anknüpfen und sich nach fünf Niederlagen am Stück möglichst auch mit Punkten belohnen. Am Ende wurden es drei Punkte für die Roosters. Nach einem zwischenzeitlichen 4:1 Rückstand siegten die Mannen von Headcoach Jason O´Leary mit 5:7 in der Kurpfalz. Alex Grenier und Erik Buschmann feierten ihre DEL-Premierentreffer.

Adler antworten binnen 123 Sekunden mit drei Toren

In Mannheim begannen die Sauerländer sehr engagiert und hatten sogar zunächst mehr vom Spiel als der amtierende deutsche Meister aus der Kurpfalz. Findlay vergab freistehend (4.) vor Adlerkeeper Gustafsson. Auf der Gegenseite fand Nationalverteidiger Akdag (6.) im Slot ni9cht die Lücke vor Jenike im Iserlohner Tor, der dieses Mal den Vorzug vor Peters erhalten hatte. Dessen Teamkollege Fleischer verpasste in der 10. Minute ebenfalls die Führung. Mannheim bis dahin phasenweise etwas zu verspielt. Die Quittung beamen sie dafür in der 13. Minute durch Clarkes Führungstreffer der Roosters. Buschmann hatte Hoeffel hinter dem Tor angespielt, der mustergültig für Clarke aufgelegt hatte. Lange hielt die Iserlohner Freude aber nicht an. Eisenschmid glich in der 15. Minute sträflich freistehend zum 1:1 durch die Beine von Keeper Jenike aus. Und nur 48 Sekunden später war IEC-Goalie Jenike bei Katics 2:1 per Bauerntrick erneut geschlagen. 67 Sekunden lang hielt das Iserlohner Unterzahlspiel nach einer Strafe gegen Baxmann dem Mannheimer Druck stand. Dann erhöhte Desjardins auf 3:1. In den Schlussminuten des Drittels hatten die Gäste wieder etwas mehr Spielanteile, aber unter dem Strich ging das 3:1 nach den ersten zwanzig Minuten in Ordnung.

Premierentreffer für Grenier und Buschmann

Mannheim blieb auch zu Beginn des zweiten Drittels am Drücker. Begünstigt durch eine Strafe gegen Iserlohns O´Connor gelang Eisenschmid sieben Sekunden vor Ablauf der Strafe das 4:1. Aus spitzem Winkel hatte er abgezogen und vom einen zum anderen Pfosten sprang die Scheibe über die Linie. Von diesem Wirkungstreffer mussten sich die Gäste erst einmal erholen. Mannheim dadurch zunächst weiter spielbestimmend, aber mit zunehmender Spielzeit arbeiteten sich die Roosters zurück in die Partie. Hungereckers Strafe nutzte Iserlohns Grenier mit seinem ersten DEL-Treffer (34.) unter gütiger Mithilfe des Schlittschuhs von Adler-Verteidiger Akdag zum 4:2 Anschlusstreffer. Und es kam noch besser für die Schützlinge von Headcoach O´Leary. Verteidiger Buschmann brachte die Schiebe viereinhalb Minuten später vor den Mannheimer Kasten und erneut sprang Der Puck von einem Mannhemer Schlittschuh (Reul) ins Tor zum 4:3. Auch Buschmann traf damit zum ersten Mal in der DEL ins Schwarze.
„Ich habe es gar nicht so richtig realisiert. Ich habe einfach versucht die Scheibe aufs Tor zu bringen. Und dann kamen auch schon die Mitspieler zum Jubeln“, so der Torschütze bei Magenta Sport in der Pause.
Vorbei war das Drittel nach seinem Treffer aber noch nicht, denn postwendend nur 19 Sekunden später erhöhte Adler-Supertalent Stützle zum 5:3 Pausenstand.
Premieren-Torschütze Buschmann zeigte sich dennoch kämpferisch: „Wir haben schon in vielen Spielen gezeigt, dass wir nicht aufgeben. Wir kommen immer gut zurück, warum auch nicht heute“, so der 21- jährige Iserlohner.

Roosters im Schlussdrittel treffsicher

Neue Hoffnung auf einen Auswärtscoup erhielten die Roosters nach 103 Sekunden im Schlussdrittel. Akdags Fehlpass nutzte Clarke mit einem fulminanten Schuss ins linke Eck zum 5:4 Anschlusstreffer (42.) der Roosters. Und es kam noch besser für die Gäste. Nur rund zwei Minuten später fasste sich Rumble ein Herz und traf über die Stockhand von Gustafsson zum 5:5 Ausgleich. Für den schwedischen Goalie war dann der Arbeitstag beendet. Er wurde gegen Endras ausgewechselt. Höchststrafe für den Mannheimer Goalie, der noch vor zwei Tagen einen Shutout gegen Nürnberg feiern konnte. Aber auch Endras konnte in der 48. Minute nur fassungslos den Kopf schütteln, nachdem sich Sutter hinter der Grundlinie den Puck „angeln“ konnte und zum 5:6 einnetzte. Dass die Roosters auch durchaus spielerisch etwas können zeigte sich dann in der 50. Minute, als Petan nach schönem Pass von Grenier zum 5:7 traf. Wer hätte das nach dem 4:1 Rückstand noch für möglich gehalten?
Die zu erwartende Schlussoffensive des Meisters fiel zunächst eher verhalten aus. 1.41 Minuten vor dem Ende opferte Adlercoach Gross Keeper Endras für den sechsten Feldspieler. Heikel wurde es 30 Sekunden vor dem Ende dann doch noch einmal für die Roosters, als Kapitän Raymond eine Strafe kassierte. Aber auch bei 6-4 Feldspielern hielten die Iserlohner dem Mannheimer Druck hingebungsvoll Stand. Mit Pfiffen wurden die Adler in die Kabine verabschiedet. Die Adlerfans unter den 8712 Zuschauern waren sichtlich bedient. Für die Roosters ging damit eine Negativserie von fünf Niederlagen am Stück zu Ende.

Jenike: „Haben viel Herz in der Mannschaft“

Andreas Jenike, Torwart der Roosters – © Sportfoto-Sale (MK)

Mannheims Doppeltorschütze Markus Eisenschmid sagte bei Magenta Sport sichtlich frustriert: „Wir waren nicht gut genug, haben aufgehört zu laufen, Das war ganz schlecht von uns. Wir haben nach dem zweiten Drittel auch im Kopf abgeschaltet.“
Gästetorwart Andreas Jenike sagte: „Das war ein brutales Spiel. Wir haben gut angefangen, dann hat Mannheim uns auseinander genommen. Das ist eine Charakterstäke von uns. Wir haben immer weiter gemacht. Am Ende braucht man auch etwas Glück. Man hat gesehen, dass viel Herz in der Mannschaft ist.“

Durch den Sieg klettern die Iserlohner auf Platz elf. Mannheim verpasste den Sprung auf Rang zwei. Schon am Freitag geht es für beide Teams weiter. Die Roosters reisen nach Schwenningen und Mannheim muss sich bei den Kölner Haien beweisen.

Redaktion

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