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Die insgesamt bereits 103. Spielzeit der National Hockey League (NHL) sorgt auch in diesem Jahr wieder für Spannung. Rund 2/3 der Saison sind bereits... NHL – die besten Teams der Saison im engen Kopf an Kopf Rennen

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Die insgesamt bereits 103. Spielzeit der National Hockey League (NHL) sorgt auch in diesem Jahr wieder für Spannung. Rund 2/3 der Saison sind bereits absolviert, es lässt sich aber noch kein klarer Favorit herauskristallisieren. Kurz vor dem Ende der 19. Spielwoche thronen die Boston Bruins mit 78 Punkten an der Tabellenspitze. Mit nur einem Punkt Rückstand aber auch einem Spiel weniger auf dem Konto lauern die Washington Capitals mit ihrem Superstar Alexander Owetschkin. Mit 73 Punkten stehen die Tampa Bay Lightning auf dem 3. Platz der Gesamttabelle. Als einziges Team der Western Conference reiht sich der letztjährige Sieger St. Louis Blues auf dem 4. Platz unter die Top 5 ein. Komplettiert wird das Quintett von den Pittsburgh Penguins mit ihrem Megastar Sidney Crosby.

Die ersten 5 Mannschaften trennen zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 7 Punkte und dabei haben die Pittsburgh Penguins sogar noch zwei Spiele gegenüber den Boston Bruins in der Hinterhand.

Generell gibt die Tabelle nur eine aktuelle Momentaufnahme wieder. Zum einen sind noch knapp 30 Spiele in der Hauptrunde zu absolvieren und zum anderen haben in den letzten Jahren nicht notwendigerweise die Teams der vorderen Tabellenregionen auch am Ende den Titel geholt. So schlossen der letztjährige Stanley-Cup Sieger St. Louis die Tabelle auf Gesamtrang 12 ab. Die Capitals, Siegermannschaft aus der Saison 17/18, waren in ihrer Meistersaison auch nur auf dem 6. Platz nach der Hauptrunde anzutreffen. Wenn es jemand nach 82 regulären Spielen in die Playoffs schafft, ist die Tabelle quasi irrelevant. Dann geht es nur noch darum vier Spiele pro Serie zu gewinnen und nicht mehr die meisten Punkte zu holen.

Vor allem in den Playoffs sind ganz andere Fähigkeiten der Spieler und der Mannschaft im Allgemeinen gefordert. Hier sind Teamzusammenhalt, Leidenschaft und auch die nötige Portion Glück anzuführen und weniger das Schießen von vielen Toren. Wie es Paul „Bear“ Bryant passend formuliert hat: „Offense sells tickets. Defense wins championships.“

Und die beste Defensive haben nach aktuellem Stand die Columbus Blue Jackets mit 135 Gegentoren nach 54 Spielen. Danach folgen die Dallas Stars mit 136 Toren und anschließend die Boston Bruins, die aktuelle an erster Stelle der Tabelle stehen. Auch wenn die Blue Jackets mit Platz 7 in der Tabelle und die Stars mit Platz 9 relativ gut dastehen, liegt der Vorteil trotzdem bei Boston.

Die Bruins haben zusätzlich zu ihrer Top 3 Abwehr auch einen sehr guten Angriff. Nach 55 Spielen haben sie 45 mehr Tore selbst geschossen als sie kassiert haben. Bei Columbus und Dallas liegen diese Werte nur bei +9 und +6. Klarer Vorteil in dieser Kategorie für Boston. Ärgster Konkurrent in dieser Statistik sind die Tampa Bay Lightning. Sie haben sogar 47 Tore mehr geschossen als sie kassiert haben. Auch liegt ihre Defensive im oberen Drittel. Zudem stehen sie mit 73 Punkten auf dem 3. Tabellenrang.

Der Stanley-Cup Sieger aus dem vergangenen Jahr, die St. Louis Blues liegen mit 157 Gegentoren nur im 2. Drittel. Auch liegt ihr Verhältnis von Toren-Gegentoren bei nur +19 und damit deutlich hinter Tampa Bay und Boston. Die Washington Capitals, die auf dem 2. Platz der Tabelle stehen, haben von den Top 5 Mannschaften die nach Toren schlechteste Abwehr. Mit 160 Gegentoren liegen sie noch hinter den Blues. Sie haben dagegen eine deutlich bessere Tor-Gegentor Bilanz von +37. Hinzu kommt, dass sie absolut gesehen den stärksten Angriff stellen.

Nach aktuellem Stand (07. Februar) liegen sie mit 197 geschossenen Toren an 1. Stelle, aber dicht gefolgt von den Tampa Bay Lightning, die nur ein Tor weniger auf dem Konto haben. Boston siedelt sich hier auch im oberen Drittel an. Anzumerken seien hier die Colorado Avalanche, die in der Tabelle nur auf Rang 8 liegen, jedoch den viert besten Angriff stellen und einem Tor-Gegentor Bilanz von +41 aufweisen. Auch im Angriff finden sich die St. Louis Blues im 2. Drittel wieder. Pittsburgh befindet sich statistisch sowohl Offensiv als auch Defensiv in einer guten Position, sticht jedoch in keiner Kategorie besonders heraus.

Prognosen sind im Eishockey immer schwierig, aber hier einmal der Versuch.

Was Spiele, vor allem in den Playoffs, entscheiden kann, ist die Fähigkeit unter Druck, wenn das Spiel auf Messerschneide liegt, ruhig zu bleiben. In dieser Kategorie schneiden die Boston Bruins, die immerhin aktuell auf dem 1. Tabellenplatz stehen, miserabel ab. Insgesamt 12 Partien, die in die Verlängerung oder ins Shootout gingen, verloren sie. Dies ist der Negativrekord der ganzen Liga. Sie streiten sich hierbei mit Teams wie Ottawa oder New Jersey, die in dieser Saison mit die schlechtesten Teams nach Punkte sind. In der Postseason kann sich dies natürlich alles noch ändern, aber aktuell sieht es so aus, dass Boston in wichtigen und engen Situationen in regelmäßiger Häufigkeit als Verlierer vom Eis geht. Jedoch haben die Bruins den in dieser Saison wohl besten Torwart, der in den Playoffs immer eine wichtige Rolle spielt.

St. Louis hat zum einen den Vorteil, dass sie im vergangenen Jahr die Trophäe gewonnen haben und viele Spieler dabei sind, die wissen, was zu tun ist. Des Weiteren scheint die Western Conference im Vergleich zur Eastern Conference nicht so umkämpft zu sein, wenn es um die vorderen Plätze geht. Wenn St. Louis verhältnismäßig schnell ihre Konferenz tatsächlich gewinnen kann, ist in den Finals alles möglich.

Die Tampa Bay Lightning sind eigentlich die Mannschaft, die für den Titel überfällig ist. In den letzten Jahren wurden sie sowohl in der Hauptrunde als auch in den Playoffs als Favoriten gehandelt, konnten aber am Ende nicht triumphieren. Sowohl 2016 nicht, als sie das Finale gegen die Chicago Blackhawks verloren als auch in der vergangenen Saison nicht, wo sie als Hauptrundenerster in die Postseason gingen. Die Situation ist ähnlich wie bei den Washington Capitals in den letzten Jahren die immer kurz vorm Ziel gestoppt wurden. Die Mannschaft hat sowohl offensiv als auch defensiv viel Potenzial, was auch die Statistiken zeigen. Im Gesamteindruck liegen sie hier an der Spitze der gesamten Liga. Wenn sie es schaffen die Eastern Conference zu gewinnen und dann im Finale gegen ein vermeintlich schwächeres Team der Western Conference spielen, könnte es dieses Jahr tatsächlich reichen für den Titel. Die so wichtige Torhüterposition könnte hingegen für Tampa Bay zum Problem werden. Dennoch glaube ich, dass die Tampa Bay Ligthning am Ende den Stanley-Cup gewinnen werden.

Geheimtipps:
Da es so scheint, dass die Western Conference die schwächere der beiden Conferences ist, können die Colorado Avalanche als Geheimtipp angeführt werden. Zum einen verfügen sie über eine solide Defensive und eine sehr gute Offensive. Aber vor allem das Verhältnis zwischen Toren und Gegentoren kann entscheidend werden. Mit Nathan MacKinnon haben sie den viert besten Scorer der gesamten Liga und mit Cale Makar ihren Zauberrookie in der Verteidigung, der bereits 40 Scorerpunkte gesammelt hat. Und auch auf der Torhüterposition sind sie wirklich gut besetzt.

Die Edmonton Oilers spielen zwar nur eine mittelmäßige Saison als Team, haben jedoch ebenfalls den Vorteil in der Western Conference ansässig zu sein. So sind sie auf Platz 6 aktuelle in den Playoffs anzutreffen, obwohl sie in der Gesamttabelle nur auf Platz 16 liegen. Mit Connor McDavid und dem deutschen Leon Draisaitl hat das Team die beiden besten Punktesammler der Liga in ihren Reihen. Falls es den beiden gelingt einen Lauf zu generieren, kann es durchaus für das Finale reichen.

Wenn Sie aber lieber Ihre eigenen Tipps abgeben, oder herausfinden wollen, was die Prognosen aus diesem Artikel wert sind, sollten Sie Websites zu Rate ziehen, die Quotenvergleiche für Eishockey anbieten. Auf diesem Weg können Sie sich viel Zeit und Rechercheaufwand ersparen.

Redaktion

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