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Wien (AR). Im Rahmen unserer Interviewreihe steht uns jetzt Dave Cameron von den Caps aus Wien Rede und Antwort. Der 61-jährige Kanadier berichtet über... Vienna Capitals Head Coach Dave Cameron im Gespräch: „Investitionen in die Jugend sind essentiell!”

WIens Trainer Dave Cameron. – © ISPFD

Wien (AR). Im Rahmen unserer Interviewreihe steht uns jetzt Dave Cameron von den Caps aus Wien Rede und Antwort.

Der 61-jährige Kanadier berichtet über die letzte Saison, die neue Spielzeit, die Jugendarbeit und vieles mehr. Darüber hinaus erfuhren wir von ihm, was er auf eine einsame Insel mitnehmen würde und ob ein Puck dabei wäre.

Herr Cameron, seit Mai 2018 stehen Sie den Vienna Capitals als Trainer vor. Haben Sie den nach einem mehr als überzeugenden Grunddurchgang erreichten Vizemeistertitel abgehakt oder nagt er noch ein wenig am Selbstbewusstsein Ihrer Jungs?

Wir hatten in der vergangenen Saison ein wirklich starkes Team. Die Finalniederlage gegen den EC-KAC hat natürlich wehgetan. Aber das ist jetzt alles Geschichte. Heuer gilt es einen neuen Anlauf auf den Titel zu machen. Wir waren knapp dran, vielleicht hat der verpasste Pokal meine Spieler noch hungriger gemacht.

Auch wenn man nach den ersten Spieltagen in der diesjährigen EBEL-Meisterschaft noch nicht die Spreu vom Weizen trennen kann, möchte ich von Ihnen erfahren, welche Teams für Sie zu den Meisterschaftsfavoriten gehören, welche eher den Nimbus einer grauen Maus innehaben und welche positiv überraschen werden?

Das ist so früh in der Saison immer schwer zu sagen. Auf dem Papier sind der EC KAC und Salzburg natürlich weit oben. Auf Graz und Linz darfst du aber auch nicht vergessen. Dazu hat der EC VSV in den ersten Spielen auch überrascht. Welche Teams unsere härtesten Konkurrenten sein werden, wird sich erst nach ein paar Monaten zeigen. Aber natürlich rechne ich wieder sehr stark mit vier, fünf Teams, die sich am Ende den Titel untereinander ausmachen.

Was kann oder vielmehr was muss passieren, dass die österreichische Eishockeynationalmannschaft über Jahre hinweg erstklassig bleibt und keine Fahrstuhlmannschaft mehr darstellt? Ist eine Investition in die eigene Jugend, so wie es in der Schweiz beispielsweise praktiziert wird, der einzig gangbare und richtige Weg?

Es ist kein Zufall, dass die Schweiz im Eishockeysport in den letzten Jahren stark aufgeholt hat. Investitionen in die Jugend sind essentiell, um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Sie haben sehr lange in Kanada gespielt und auch als Head Coach gearbeitet. Was sind die größten Unterschiede zwischen dem österreichischen und der kanadischen Eishockeyszene oder gibt es schon ein paar Parallelen, wenn die Caps mit der kanadischen Rute nach vorne gepeitscht werden?

Der größte Unterschied ist die Eisfläche. In Europa wird ja auf einer größeren Eisfläche als in Nordamerika gespielt Diesbezüglich ist mir aufgefallen, dass sich das Spiel in der neutralen Zone zwischen europäischen und nordamerikanischen Mannschaften unterscheidet. Es ist einfach mehr Platz für die Spieler vorhanden. Ein weiterer Unterschied ist die Herangehensweise in der Verteidigungs-Zone. In Nordamerika wird mehrheitlich in der Zone verteidigt, in Europa hat jeder seinen Mann.

Wären, wenn Sie drei Gegenstände auf eine einsame Insel mitnehmen würden, ein Puck, eine Trillerpfeife und ein Schläger dabei oder können Sie sich auch ein Leben ohne Eishockey vorstellen?

Ich nutze die eishockeyfreie Zeit immer, um ein wenig abzuschalten, mich zu erholen und den Kopf frei vom Eishockey zu bekommen. Deswegen würde ich diese drei von Ihnen vorgeschlagenen Dinge nicht mitnehmen. Ich lese sehr gerne, somit wäre sicher ein Buch in meinem Gepäck dabei.

Redaktion

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