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Liubljana (AR). Gregor Polončič gehört zum slowenischen Alps Hockey League-Kollektiv HK Olimpija Liubljana wie Uli Hoeneß zum FC Bayern München.   Der seit Oktober... HK Olimpija Liubljana Head Coach Gregor Polončič im Gespräch: „Wir wollen die Emotionen der letzten Saison wiederholen!“

Gregor Polončič – © Eva Brili GrebenarHK SZ Olimpija

Liubljana (AR). Gregor Polončič gehört zum slowenischen Alps Hockey League-Kollektiv HK Olimpija Liubljana wie Uli Hoeneß zum FC Bayern München.

 

Der seit Oktober für die Kampfmannschaft zuständige Cheftrainer erzählt über sein Eishockeyleben, seine Eishockeyphilosophie, die noch junge Saison 2019/20 und vieles mehr.

 

Herr Polončič, können Sie sich ein bisschen vorstellen und Ihren Werdegang als Spieler und Head Coach etwas nachskizzieren? Und warum ist in Ihren Augen der Eishockeysport mehr als nur die schönste Nebensache der Welt?

Ich bin „ein Kind“ von Olimpija Liubljana. Bevor ich jetzt Trainer wurde, habe ich hier meine ersten Eishockeyschritte gemacht. Als ich 16 Jahre alt war, gehörte ich der ersten Mannschaft an. Auch heuerte ich für Maribor, einem anderen slowenischen Team, an. Zudem war ich für die erste Mannschaft von Olimpija im Einsatz. Ferner schnürte ich in der tschechischen Extraliga die Schlittschuhe, ehe ich wieder nach Slowenien heimkehrte und für beide Rivalen, d.h. sowohl für Olimpija als auch für Jesenice spielte. Natürlich habe ich besondere Erinnerungen an die Derbys zwischen diesen beiden Kollektiven, zumal sie immer sehr emotional sind. Das Beste meiner Karriere war, das ich bei der Weltmeisterschaft für die slowenische Nationalmannschaft spielen durfte.

Nach meiner aktiven Karriere als Spieler war ich zuerst Assistenztrainer bei HK Slavija und beschäftige mich mit jungen Menschen in Maribor. Zu Beginn dieser Saison übernahm ich zunächst die Position des Co-Trainers und wurde im Oktober mit der Leitung der Kampfmannschaft. Die Frage, weshalb Eishockey so toll ist, ist schnell beantwortet. Die Sportart ist dynamisch, schnell und voll Adrenalin, Emotionen, technischem Wissen und schnellem Denken. Gleichzeitig schmerzt der Körper während der ganzen Zeit vor lauter Anstrengung das ganze Spiel über.

Vor einigen Saisonen spielte Olimpija Ljubljana noch in der EBEL mit. War es im Nachhinein gesehen, der richtige Schritt, eine Klasse tiefer zu spielen und trotzdem international zu agieren? Hätte man Gefahr laufen können, ähnlich wie Medveščak Zagreb zu enden? Das kroatische Kollektiv kassierte zum Schluss immer empfindlich hohe Niederlagen und machte somit wohl keine gute Werbung für den Eishockeysport…

Die heutige Führung von Olimpija will keine Fehler wiederholen. Es geht Schritt für Schritt. Der Verein hat die Vision, das leistungsstärkste regionale Eishockey-Entwicklungszentrum zu werden. Natürlich besteht auch der Wunsch, in einer stärkeren Liga zu spielen. Jedoch muss dafür die Finanzstruktur nachhaltig sein. Ansonsten wäre diese Frage für uns Klubmanagement angemessener.

 

Wie würden Sie als Head Coach persönlich mit Ihren Stärken und Schwächen charakterisieren? Und aus welchem Grund ist es immer wichtiger, das Gleichgewicht zwischen akribischer Arbeit und Menschlichkeit zu wahren?

Ich bewerte meine guten oder schlechten Eigenschaften nicht. Ich bin jedoch zuversichtlich, was meine Eishockeyfähigkeiten betrifft. Zudem folge ich meinen Grundsätzen und denke immer von Spiel zu Spiel. Wenn ich der Beste sein muss, werde ich der Beste sein. Das gilt selbstverständlich auch für unser gesamtes Team.

 

Was dürfen wir von Ihrer Mannschaft in der noch jungen Alps Hockey League-Spielzeit 2019/20 erwarten? Haben sich schon einige Neuverpflichtungen bewiesen und gibt es hie und da noch einige Anpassungsschwierigkeiten? 

Jeden Tag gibt es neue Themen, mit denen wir uns ständig befassen. Unsere Richtlinien sind klar definiert und jeder Spieler weiß, wie man ein Match mit unserem Spielsystem gewinnt. Mit viel Mühe, Arbeit und Selbstvertrauen in den Endkämpfen ist das Ziel nur eines: die bemerkenswerte Saison des letzten Jahres zu wiederholen und in der AHL zu gewinnen. Deshalb wird auch Eishockey gespielt.

 

Eine private Frage zum Schluss: Wenn Sie eine Comicfigur wären, wären Sie am liebsten… Bitte vervollständigen und begründen Sie Ihre Aussage!

Der blaue Renner (Blue Racer). Der erinnert mich an mein Vorbild Valentino Rossi.

 

Redaktion

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