Eishockey-Magazin

Eishockey News, Videos, Fotos, Stories – – – alles kostenlos

Bayreuth. (PM Tigers) Vorerst im Rahmen eines Tryout-Vertrages wechselt der 24-jährige Flügelstürmer Drew Melanson zu den Bayreuth Tigers. Seinen starken Auftritten am College in... Neuverpflichtung: Drew Melanson kommt mit Bachelor- und Masterabschluss zu den Bayreuth Tigers

Drew Melanson (C) by A. Vögel

Bayreuth. (PM Tigers) Vorerst im Rahmen eines Tryout-Vertrages wechselt der 24-jährige Flügelstürmer Drew Melanson zu den Bayreuth Tigers.

Seinen starken Auftritten am College in der NCAA folgend erhielt Melanson 2018 zunächst einen Tryout-Vertrag in der AHL, bevor der 1,80 Meter große und 83 Kilo schwere Linksschütze die vorangegangen Saison bei den Maine Mariners in der East Coast Hockey League aufs Eis ging, bei welchen er in 50 Partien 12 Treffer und weitere 19 Torvorlagen für sich verbuchen konnte. Für weitere 10 Partien lief er dann erneut in der AHL für Harford Wolf Pack auf, wo ihm ein Treffer gelang. Beide Organisationen fungieren als Farmteam der New York Rangers. Chef-Trainer des Original-Six-Teams ist David Quinn, unter welchem Melanson während seiner Zeit an der Boston University auflief und von dort aus seine ersten AHL-Einsätze bekam.

Drew, herzlich willkommen in Deutschland und speziell in Bayreuth. Was hat dich bewogen, den Schritt nach Europa zu gehen?
Drew Melanson: Ich kenne einige Spieler, die nach Deutschland gegangen sind und habe viel Positives von ihnen gehört. Sie genießen die Zeit hier.

Du wirst als guter und schnelle Skater beschrieben?
Drew Melanson: Ja, ich glaube, dass mir der Stil hier in Europa, auch mit der größeren Eisfläche, sehr entgegen kommt. Ich möchte hier einfach eine Hockey-Karriere starten und denke, dass ich Erfolg haben kann.

Die Frage, ob du Bayreuth kennst oder schon mal davon gehört hast, wenn man aus dem Großraum New York kommt, darf natürlich nicht fehlen.
Drew Melanson: Nein, wenn ich ehrlich bin, habe ich mich, als ich das Angebot bekam, über Google über Bayreuth informiert und mir Bilder angesehen. Was mir aufgefallen ist, dass es sehr viele historische Gebäude zu sehen gibt. Meine Schwester, die sehr viel auf Reisen ist, hat mir auch ein bisschen was über Bayern erzählt, weil sie schon einmal in Deutschland war.

Wann bist du Bayreuth angekommen und hast du schon die Jungs aus dem Team kennenlernen können?
Drew Melanson: Ich bin am Samstag eingetroffen und habe mir am Vormittag das Training angesehen. Einige Jungs habe ich dann am Abend kennen gelernt. Wir sind zusammen essen gegangen und natürlich habe ich das Spiel gegen Landshut angesehen. Die Atmosphäre im Stadion war klasse, das liebe ich.

Hast du schon mal ein Eisstadion wie das in Bayreuth gesehen oder in einem solchen gespielt?
Drew Melanson: Nein, bisher noch nicht. Ich finde das aber ganz cool (lacht).

Du warst aber auch in Sachen Eishockey schon einmal in Europa?
Drew Melanson: Ich war 2013 mit dem U18-Nationalteam der USA in Tschechien und habe am Hlinka-Gretzky-Cup teilgenommen.

Dein Trainer an der Boston University war David Quinn, aktuell der Trainer der Rangers. Insgesamt wart ihr dort ein sehr gutes Team.
Drew Melanson: Ja, ich habe ab und zu noch Kontakt zu ihm. Er ist sicher der beste Trainer, unter dem ich bisher spielen durfte. Es war eine aufregende Zeit, da ich zudem mit Jordan Greenway, der aktuell für die Minnesota Wild aufs Eis geht, und Brady Tkachuk, der ebenfalls in der NHL in Ottawa unter Vertrag steht, in einer Reihe spielen durfte.

Du hast die Universität in Boston erwähnt. Wie hast du abgeschlossen?
Drew Melanson: Ich habe zwei Abschlüsse: Einen Bachelor und einen Master-Abschluss im Finanzwesen, wo ich dann auch nach einer hoffentlich langen Eishockey-Karriere Fuß fassen möchte.

Drew, vielen Dank für das nette und interessante Gespräch. Wir wünschen dir, dass du dich schnell im Team einfindest und eine tolle und erfolgreiche Zeit in Bayreuth haben wirst.

Drew Melanson, welchen Petri Kujala als guten Schlittschuhläufer einstuft und ihm eine gute Spielübersicht attestiert, wird am heutigen Dienstag ins Mannschafstraining einsteigen und am Wochenende – vorbehaltlich, alle Formalitäten sind bis dahin erledigt – auch für die Tigers im Ligaspielbetrieb auflaufen.

Bayreuth stößt den Bock mit Willensleistung um
Erster Heimdreier für die Tigers durch effektiveres Powerplay

Dieses wichtige Duell im Tabellenkeller der DEL2 gingen beide Teams ersatzgeschwächt an. Bei Landshut fehlte Topstürmer Czarnik und Verteidiger Neumann, während bei den Gastgebern mit Heider, Mannes und Rukajärvi gleich drei Stammverteidiger verletzt ausfielen. So begann diese Partie relativ verhalten und beide Mannschaften waren länger damit beschäftigt ihre Linie zu finden. Einzelne Torchancen gab es zwar hüben wie drüben, doch die Goalies hatten immer das bessere Ende für sich und so ging man mit einem gerechten 0-0 in die erste Pause.

Im zweiten Drittel setzte sich dieses Abtasten noch eine Zeitlang fort, als weiterhin wenig Action und Dynamik zu sehen war. Ab Minute 30 nahm das Spiel aber deutlich mehr Fahrt auf, wobei technisch hochklassige Szenen weiter eher Mangelware blieben. Rajala stoppte bei 4 gegen 4 im eigenen Drittel Pompej und spielte sofort einen Steilpass auf Gron, der sein Break trocken verwandelte. Nur wenige Sekunden später gab es Penalty für den EVL nach einem Foul von Bayreuths Schmidt an Schmidpeter, noch während eines Überzahlspiels der Gäste. Den fälligen Strafschuss führte Forster richtig stark aus, so dass Herden im Bayreuther Tor geschlagen war. Nun hatte die Partie deutlich mehr Feuer, was sich auch in der einen oder anderen Strafe niederschlug. Böse oder unfair war es aber nie. Eines der folgenden Powerplays nutze dann Lillich zur Führung, als er einen Fernschuss von Karlsson entscheidend abfälschen konnte. Mit Dauerbrenner Karlsson, der wiedermal ein riesiges Pensum an Eiszeit absolvierte hielt die dezimierte Abwehr der Oberfranken dann dieses 2-1 bis in die zweite Pause.
Logischerweise intensivierten die Niederbayern – nun mit dem Rückstand in den Schlussabschnitt gegangen – nochmals ihre Bemühungen und versuchten die Gastgeber in die Defensive zu drängen. Lohn des Aufwands gegen die nun auch stellenweise müde wirkenden Oberfranken war der Ausgleich durch den auffälligen Schmidpeter nach einem schnellen Gegenzug und starkem Zusammenspiel mit Hofbauer und Brandl. Damit war das Spiel fast wieder auf null gestellt, doch das diesmal effektivere Powerplay der Hausherren drehte die Waagschale nochmal in Richtung der Tigers. Järveläinen nahm sich per „Onetimer“ in Überzahl ein Herz und sein Geschoss schlug zum 3-2 am Ende entscheidend ein. Davor waren aber noch ein paar turbulente Minuten zu überstehen aber mit vereinten Kräften und einem starken Herden im Tor überstand man auch die letzten Gästeangriffe – z.B. mit 6 Feldspielern – wobei Bartosch bei zwei Versuchen auf das leere Tor für die Heimfarben fast noch einen Treffer hätte nachlegen können. Ein enges aber nicht hochklassiges Spiel fand einen knappen Sieger, der im Torwart und im Überzahlspiel vielleicht ein paar Prozent Vorteile hatte.

Das nächste Heimspiel der Tigers ist am Sonntag, 27. Oktober wieder um 17 Uhr. Zu Gast ist dann der ESV Kaufbeuren.

Bayreuth Tigers – EV Landshut 3:2 (0-0;2-1;1-1)
Zuschauer: 1627 Strafen: BT: 18 Min L: 20 Min Powerplay: BT: 2/8 L: 0/7
Bayreuth: Herden, Jaeger – Martens (2), Veisert, Schmidt, Karlsson, Nijenhuis – Rajala, Busch (2), Davidek (2), Kolozvary, Järveläinen (4), Bartosch, Richter, Lillich (4),,Kronawitter, Gron, Kunz, N. Kolb (4)
Landshut: Hübl, Berger – Kronthaler (2), Ettwein, Ostwald, Messing (2), McFadden (2), Geitner, M.Zimmermann – Brandl, Hofbauer (2), Jirik (2), Fischhaber, Ehl, Schmidpeter (2), Gollenbeck, Baßler (6), Kumeliauskas (2), Forster, Pompei (2)
Tore: 1:0 (30) 4-4 Gron (Rajala, Martens); 1:1 (30) Forster (Penalty); 2:1 (33) 5-4 Lillich (Karlsson, Rajala); 2:2 (47) Schmidpeter (Brandl, Hofbauer); 3:2 (53) 5-4 Järveläinen (Kolozvary, Schmidt)

Redaktion

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.